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19.03.2019 13:28:47
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Börse Frankfurt News

ETFs: Krisenstimmung verflogen



Brexit, Handelskonflikt, Konjunktureinbruch: Am Markt setzt sich die Auffassung durch, dass es doch nicht so schlimm kommen muss. Aktien-ETFs werden gekauft, ebenso Anleihen mit höheren Renditen.
19. März 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Mit dem Kursanstieg an den Börsen ist auch die Kauflust am ETF-Markt zurückgekehrt. "Die Anleger folgen dem Markt", erklärt Sophia Wurm von der Commerzbank und meldet zudem gestiegene Umsätze mit 41.000 Transaktionen für die vergangene Woche. Florian Lenhart kann das bestätigen: "Aktien-ETFs sind wieder gefragt."

Der DAX hat seinen Erholungskurs fortgesetzt und klettert am Dienstagmorgen über 11.700 auf aktuell 11.759 Punkte, der Dow Jones stieg ebenfalls weiter und schloss gestern bei 25.914 Punkten.

Aktien-ETFs: Fast alles gesucht

Während laut Unicredit DAX-ETFs (WKN ETF001, 593393) im Fokus der Anleger stehen, sind es der Commerzbank zufolge US-Aktien (WKN A0YEDG, A1XB5V). DAX-ETFs (WKN ETFL01) finden sich bei Kunden der Commerzbank aber auch auf den Einkaufslisten, ebenso wie US-Aktien bei der Unicredit. Sehr gesucht waren laut Lenhart iShares Core S&P 500- (WKN A0YEDG) und SPDR S&P 500 Low Volatility-Indexfonds (WKN A1J3PA).



Etwas gemischter fällt das Bild bei Euro Stoxx- und MSCI Europe-ETFs aus: Bei Euro Stoxx 50-Trackern überwogen Bruce Gunn von IMC zufolge die Gewinnmitnahmen, Lenhart meldet Käufe von MSCI Europe-ETFs (WKN A0MZWQ, A0RPWG). Weiterhin sehr beliebt sind japanische Aktien, Wurm berichtet von Käufen beim Xtrackers Nikkei 225 (WKN DBX0NJ). Der ETF kommt seit Jahresanfang schon auf ein Plus von 8,2 Prozent.

Weiter hohe Umsätze in britischen Aktien

Angesichts der immer wieder neuen Brexit-Nachrichten aus London werden britische Aktien weiter rege gehandelt - und zwar in beide Richtungen. Gunn meldet Abflüsse aus FTSE 100- und Zuflüsse in FTSE 250-ETFs. "Aktien der kleineren Unternehmen aus dem FTSE 250 wären vom Brexit weniger betroffen als die großen, international agierenden aus dem FTSE 100."

Wechsel aus Versicherungs- in Banken-ETFs

Die Gerüchte über Fusionsgespräche zwischen Deutscher Bank und Commerzbank, die am Wochenende auch bestätigt wurden, führten zu höheren Umsätzen in Banken-ETFs (WKN 628930). Dafür wurden Wurm zufolge Versicherungs-ETFs wie der iShares Stoxx Europe 600 Insurance (WKN A0H08K) abgestoßen. Abgegeben worden seien außerdem Immobilien-ETFs wie der BNP Paribas Easy FTSE EPRA/NAREIT Developed Europe (WKN A2ACQZ). Bei IMC trennten sich Anleger von ETFs, die die Autobranche abbilden.

Seit vergangener Woche gibt es übrigens erstmals die Möglichkeit, von der Wertentwicklung von Unternehmen aus dem Bereich Blockchain-Technologie zu profitieren: Der Invesco Elwood Global Blockchain (WKN A2PA3S) bildet Unternehmen ab, die sich an Blockchain-bezogenen Aktivitäten wie Krypto-Mining beteiligen oder Blockchain-bezogene Finanzdienstleistungen, Zahlungssysteme oder Technologielösungen anbieten.

Suche nach höheren Zinsen bei Renten

Auch Anleihen-ETFs sind derzeit sehr gesucht - sie müssen aber ein bisschen mehr an Rendite bieten. Laut Lenhart konzentrieren sich Anleger auf Unternehmensanleihen in Euro (WKN A0RGEP, A1W375), High Yield-Corporates in Euro (WKN A1C3NE) und auch Anleihen aus Schwellenländern. Die Commerzbank meldet Käufe von italienischen (WKN LYX0WV) und spanischen (WKN A1JXZK) Staatsanleihen, die höher rentieren als Bundesanleihen.

von: Anna-Maria Borse
19. März 2019, © Deutsche Börse AG

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