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14.05.2018 09:49:27
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Kolumne

Börse Frankfurt Magazin: "Setzt die Segel - Rohstoffaktien nehmen Fahrt auf"



Die Rohstoffpreise legen nach einer längeren Flaute wieder zu, beobachtet das Börse Frankfurt Magazin. Das lasse sich u.a. am seit Mitte 2017 steigenden CRB-Rohstoff-Preisindex ablesen, der die Wertentwicklung von 19 verschiedenen Rohstoff-Futures abbildet. Das gebe natürlich auch den Aktienkursen der Rohstoff-Unternehmen wie Minenbetreibern und Ölförderunternehmen wieder Rückenwind. Hier die Beispiele Anglo American, Glencore, KAZ Minerals, Royal Dutch Shell, BP, Exxon Mobile.

Anglo American

14. Mai 2018. FRANKFURT (Menthamedia). Zu den Favoriten des australischen Investmenthauses Macquarie zählt Anglo American (WKN A0MUKL), einer der weltweit größten Minenbetreiber. Das Unternehmen fördert Eisenerz, Mangan, Kohle, Kupfer und Nickel. Im Mineralienbereich gehört Anglo American zu den führenden Förderern von Diamanten und Platin. Neben den klassischen Sparten wie Förderung, Aufbereitung und Verhüttung setzt Anglo American vor allem auf die Entwicklung neuer Technologien.

Die Analysten trauen der Aktie dieses britisch-südafrikanischen Bergbaukonzerns die schnellste Aufwärtsentwicklung zu. Dafür spräche, dass südafrikanische Aktien aufgrund der politischen Entwicklung des Landes neu bewertet werden. Anglo American verfüge zudem über die attraktivsten Bewertungskennzahlen in der Vergleichsgruppe. Es sei zu erwarten, dass sich der berdurchschnittlich hohe Bewertungsabschlag gegenüber den Konkurrenten BHP Billiton und Rio Tinto deutlich verringern werde.

Glencore

Überzeugen könnte auch Glencore (WKN A1JAGV). Der Schweizer Rohstoffkonzern ist nach der Übernahme des Bergbaukonzerns Xstrata plc in 2013 eines der weltweit führenden Unternehmen der Branche. Die Geschäftsaktivitäten sind in die Bereiche Metalle und Mineralien, Energieprodukte und Agrarerzeugnisse aufgegliedert. Zukunftsträchtig sind dabei unter anderem Metalle wie Nickel und Kobalt, die auch bei der Akkuproduktion für elektrisch angetriebene Fahrzeuge benötigt werden.



Die Kostenbremse, auf die Glencore-Chef Ivan Glasenberg getreten hat, und die sich erholenden Rohstoffnotierungen sorgten nicht nur für einen Abbau des Schuldenbergs bei den Schweizern. Nein, der Gigant konnte in 2017 zudem das stärkste Geschäftsjahr seiner Geschichte verzeichnen. Man verfüge über das beste Wachstumsprofil unter den großen Bergbauunternehmen, so die Verantwortlichen auf dem Aktionärstag. So dürfte das Volumen bei den wichtigsten Rohstoffen des Konzerns in den nächsten drei Jahren um rund 18 Prozent zulegen. Der Vorstand bestätigte den starken Ausblick beim freien Cashflow, wodurch die Chancen für Dividendenerhöhungen steigen.

KAZ Minerals

Auch KAZ Minerals (WKN A0HFWR) steht auf der Einkaufsliste der Analysten von Macquarie. Im Februar diesen Jahres hatte der in London gelistete kasachische Kupfer-Spezialist nach der Inbetriebnahme zweier neuer Bergwerke für das vergangene Jahr eine Steigerung der Kupferproduktion um 80 Prozent gemeldet. Konkret belief sich das Fördervolumen auf 258.500 Tonnen Kupfer, womit man die Prognose aus dem Februar mehr als erfüllt hat. Auch die Goldproduktion bewegte sich mit 178.700 Unzen am oberen Rand der angestrebten Spanne von 160.000-180.000 Unzen. Laut Macquarie handelt es sich bei KAZ Minerals nach der im Dezember verkündeten Entscheidung, die Produktion auf der Aktogay-Abbaustätte zu verdoppeln, um die spannendste Kupfer-Aktie weltweit. Denn damit stimme das Wachstumsprofil, und auch die Finanzposition sei solide.

Eine ganze Flotte von Minenbetreibern

Für Anleger, die das Einzelaktienengagement als zu risikoreich empfinden und eine breite Streuung auf mehrere Titel bevorzugen, könnte ein börsengehandelter Indexfonds auf Minenbetreiber interessant sein. Der ComStage ETF auf den NYSE Arca Gold Bugs (WKN ETF091) setzt auf einen Index, der aus 22 Minentiteln besteht.

Von den festen zu den flüssigen Rohstoffen

Aber nicht nur das Minengeschäft kommt gut voran, auch die Öl-Unternehmen profitieren von steigenden Rohstoffpreisen. Auf dem aktuellen Ölpreisniveau von rund 65 US-Dollar für die Nordseesorte Brent dampfen die Öltanker mit voller Kraft voraus und bescheren den Ölkonzernen ansehnliche Gewinne. Denn bei Preisen um 60 US-Dollar freuen sich die großen Ölförderer wie -verarbeiter. Sie profitierten bereits vom Preisanstieg 2017 und verzeichneten Rekordgewinne.

So stieg bei Royal Dutch Shell (WKN A0D94M) der Nettogewinn um 119 Prozent auf 15,8 Milliarden US-Dollar. Shell senkte die Schulden deutlich und zahlt von nun an seine Dividende ausschließlich in bar. Mit der Aktion soll untermauert werden, dass Royal Dutch Shell seine finanzielle Position wieder stärken konnte. Royal Dutch Shell und die anderen großen Ölkonzerne wie BP (WKN 850517) oder Exxon Mobil (WKN: 852549) bieten zudem stabile Dividenden. Beim Marktführer Exxon Mobil liegt die Dividendenrendite aktuell bei gut 4 Prozent. Mit den Dividenden von Royal Dutch Shell und BP vereinnahmen Anleger sogar 6 Prozent.

Mai 2018 © Menthamedia

Das Börse Frankfurt Magazin ist ein vierteljährlich erscheinendes Journal für Anleger. Es bietet Ihnen relevante Informationen und Hintergrundberichte zu Investments über die Börse, seien es Aktien, Anleihen, ETFs, Fonds oder Zertifikate. Sie können es sich auf boerse-frankfurt.de kostenlos herunter laden.

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