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13.12.2018 14:32:42
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Börse Frankfurt News

Rohstoffe: Anleger vertrauen auf Gold



Fallende Ölpreise werden sowohl zum Einstieg als auch zum Einstreichen von Gewinnen genutzt. Beim Gold vermuten Anleger Potenzial nach oben und kaufen entsprechende Verbriefungen.
13. Dezember 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft und von politischen Nachrichten getriebene Aktienbörsen bestimmen das Bild an den Rohstoffmärkten. Der von Unsicherheit gestützte Preisanstieg von 1.202 auf 1.245 US-Dollar pro Feinunze Gold führte nach Ansicht von Frank Mohr auf Monatssicht unterm Strich zu Käufen vor allem von Xetra-Gold (WKN A0S9GB), ETFS Physical Gold- (WKN A0N62G) und Xtrackers Physical Gold Euro Hedged-ETCs (WKN A1EK0G). "Wobei Goldwerte querbeet gesucht waren", präzisiert der Commerzbank-Händler. Auch Silberprodukte (WKNs A1EK0J, A0N62F) seien unterm Strich in den Depots gelandet.

"Gold und Rohöl stellen den Löwenanteil im Handel mit Rohstoff-ETCs", beschreibt Florian Lenhart die Bewegungen der vergangenen Wochen. Zu den besonders häufig nachgefragten Produkten gehörten bei der UniCredit der Gam Precious Metals (WKN A0RK1D) und die Physical Gold-ETCs von Invesco (WKN A1AA5X) und iShares (WKN A1KWPQ).

Mittlerweile positionieren sich Anleger mit Gold- und Silber nach Beobachtung von WisdomTree aber eher short. "Das bleibt angesichts der Vielzahl von Risiken, die die beiden Defensivwerte unterstützen sollten, verblüffend", meint Aneeka Gupta. Die Analystin erwartet die Wiederaufnahme der Rallye für beide Metalle.



Keine großen Sprünge
 

Dora Borbély traut dem gelben Edelmetall auf mittlere Sicht nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zu. "So dürfte der Goldpreis im Verlauf von 2019 in der Tendenz noch etwas nachgeben", schätzt die DekaBank-Analystin. Für 2020 erwartet Borbély leicht steigende Goldnotierungen. Die US-Notenbank werde in dem Jahr vermutlich an erste Leitzinssenkungen heranführen, wovon Gold mit einem zeitlichen Vorlauf profitieren würde.

In Zeiten ohne akute Krisen werde der Goldpreis maßgeblich vom US-Zinsniveau beeinflusst. Ausgehend von den Vereinigten Staaten planten wichtige Zentralbanken ihre Geldpolitik allmählich zu straffen. Das Tempo der Leitzinsanhebungen sei zwar moderat. Doch auch mit leicht steigenden Zinsen werde Gold in Relation zu anderen Anlageklassen unattraktiver.

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Gut abgesichert

Auch für Heinrich Peters ist das Potenzial des Goldpreises begrenzt. Der Helaba-Analyst sieht das gelbe Metall im kommenden Jahr zwischen 1.200 und 1.400 US-Dollar pro Feinunze aber relativ gut abgesichert. Neben moderaten US-Realzinsen und einem vermutlich weniger festen US-Dollar spreche vor allem die Marktpsychologie für Gold. Ebenso deute die inzwischen wieder günstigere Charttechnik auf eine gewisse Erholung bei Gold. Einem starken Goldpreisanstieg in 2019 stünden aller Voraussicht nach zunehmende Chancen für sogenannte Risikowerte wie Aktien und Anleihen entgegen.

Öl-ETCs ohne eindeutige Tendenz Ölwerte führt Lenhart mit einem deutlichen Kaufüberhang. Anleger hätten sich insbesondere mit Brent-Positionen (WKNs A1N49M, A0KRKM) eingedeckt. Mohr spricht von Bewegung in beide Richtungen mit einem leichten Verkaufsüberhang. Die Commerzbank-Kunden trennten sich beispielsweise zumeist von ihren Rohöl- (WKN A1N49P) und Brent-Positionen (WKN A1AQGX).

Einer Verbilligung der Brent- und WTI-Rohölpreise im zweistelligen Bereich - die Nordseesorte kostet aktuell um 60 US-Dollar pro Barrel, WTI ist für gut 51 US-Dollar zu haben - steht im vergangenen Monat ein steiler Preisanstieg von US-Erdgas gegenüber. Letzterer ist nach Auffassung von Gupta der Kältewelle und niedrigen Erdgasbeständen in den USA geschuldet und daher von vorübergehender Natur. Den Rückgang der Ölpreise sieht WisdomTree durch die um 9 Prozent höheren Lagerbestände begünstigt. "Wir glauben, dass die OPEC Ende dieser Woche handeln wird, um die Situation einzudämmen."

Ölmärkte im Gleichgewicht

Für kommendes Jahr geht Peters - auch aufgrund gut versorgter Märkte - von mehr oder weniger seitwärts gerichteten Ölkursen aus. Offensichtlich entspanne zusätzliches Nicht-OPEC-Angebot insbesondere aus Nord- und Südamerika die Lage. Zudem habe der globale Rohölverbrauch im Juli 2018 wohl die vorläufige Spitze erreicht.

Nachfrageschub unwahrscheinlich

Falls die im Dezember von den OPEC-Ländern und Russland beschlossene Produktionsdrosselung gelingt, erwartet Borbély im Verlauf von 2019 stabilere WTI-Preise von etwas über 60 US-Dollar pro Fass, wobei Brent den Preisaufschlag zum US-Öl beibehalte. Die weltweite Rohöl-Nachfrage werde vermutlich in den kommenden Jahren aufgrund der Abkühlung der Konjunkturdynamik nur moderat zunehmen. "Nicht zuletzt wegen der stark steigenden US-Ölförderung ist für den Prognosezeitraum daher kein Versorgungsengpass am Rohölmarkt absehbar."

von: Iris Merker
13. Dezember 2018, © Deutsche Börse AG
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