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27.06.2018 14:11:43
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Börse Frankfurt News

Rohstoffe: Anleger ziehen sich zurück



Gold- und Silber-Investments verlieren an Glanz, die Preise geben in jüngster Zeit nach. Auch von Engagements in Öl und Industriemetallen nehmen Investoren tendenziell wieder Abstand.
27. Juni 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Viele Rohstoffe notieren derzeit schwächer als zu Beginn des Monats. Abzulesen ist die Entwicklung unter anderem am breit gefassten Bloomberg Commodity Index, der von 90,71 auf 86,65 Punkte und damit 4,4 Prozent einbüßte. Edel- und Industriemetalle gehören zu den Verlierern. Gold kostet mit 1.258 US-Dollar pro Feinunze gut 3 Prozent weniger, gleichzeitig verbilligte sich Silber leicht von 16,38 auf 16,24 US-Dollar.

Abkehr von Gold

Dieser Trend spiegelt sich im Handel mit Exchange Traded Commodities wider. Frank Mohr verbucht bei Goldprodukten wie Xetra-Gold (WKN A0S9GB) etwa doppelt so viel Verkäufe wie Käufe. "Mit dabei waren auffällig viele kleinere Transaktionen, die vermutlich von Privatanlegern in Auftrag gegeben wurden," informiert der Händler der Commerzbank. Die frei gewordenen Mittel seien zum großen Teil in US-Investitionen geflossen. "Silber-Produkte gingen ebenfalls unterm Strich raus."

Die UniCredit spricht von einem insgesamt ausgewogenen Verhältnis zwischen Zu- und Abflüssen von Edelmetall-ETCs. Während Werte wie der Xtrackers Physical Gold (WKN A1E0HR) auf beiden Seiten gespielt wurden, landeten einzelne Produkte wie der ETFS Physical Swiss Gold (WKN A1DCTK) fast ausnahmslos in den Depots, wie Florian Lenhart ausführt.



Auch Silber geht raus
 

Silber-ETCs (WKN A0N62F) von ETF Securities verzeichneten laut Wisdom Tree vergangene Woche mit 107 Millionen US-Dollar die stärksten Abflüsse seit September 2017. Damit seien die Käufe vom Mai in Höhe von 95 Millionen US-Dollar wieder vollständig aufgezehrt worden. Nach der eindrucksvollen Aufholbewegung bis Mitte Juni habe sich Silber dem Gold-Abwärtssog in Folge nicht entziehen können. "Da Silber stärker nachgegeben hat als Gold, kam es zu neuerlichen Abflüssen", urteilt Nitesh Shah.

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Öl-Investoren hin- und hergerissen
 

Der Rohölpreis zeigt in diesem Monat ebenfalls leicht nach unten. Brent notiert am heutigen Morgen bei 76,60 US-Dollar pro 159 Liter-Fass gegenüber 77,50 US-Dollar am 1. Juni. Vor diesem Hintergrund registriert Lenhart auf Vierwochensicht tendenziell Käufe etwa für Produkte auf das amerikanische WTI (WKN A0KRKN). Die Kunden der Commerzbank entschieden sich Mohr zufolge tendenziell für Brent-ETCs.

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Die Rally am vergangenen Freitag hätten Anleger zur Schadensbegrenzung genutzt. Wisdom Tree zufolge verkauften Investoren auf Wochensicht Öl-ETCs (WKN A1N49P), die von steigenden Preisen profitieren. Per Saldo stünden Abflüsse im Wert von 9,6 Millionen US-Dollar zu Buche. Short-Rohöl-Produkte seien in Höhe von 5,7 Millionen US-Dollar abgestoßen worden.

Öl-Preisschwankungen vorprogrammiert

Wisdom Tree vermutet einen Zusammenhang mit der mangelnden Transparenz der OPEC hinsichtlich des Ausmaßes der Produktionssteigerung. Nach Lesart von Shah gab die mächtige Organisation jenen Mitgliedern grünes Licht, die Produktionssteigerungen überhaupt leisten können. "Die Abschaffung der Quoten für einzelne Länder bedeutet, dass Letztere so viel Öl fördern können wie sie wollen und dabei keine Quote verletzen." Diese müsse nur die Gruppe als Ganzes einhalten.

Eine solche Vorgabe führe aber nicht selten zu einem unter Spieltheoretikern bekannten Gefangenendilemma. Demnach sorge Verrat zwar für ein Gleichgewicht, gleichzeitig trüge Kooperation dazu bei, dass es der Gruppe als Ganzes besser ergehe. "Wir rechnen mit einem Anstieg der Ölproduktion, wodurch die Gewinne vom Freitag aller Wahrscheinlichkeit nach wieder aufgezehrt werden." Die unklare OPEC-Ansage werde vermutlich starke Schwankungen bei den Ölpreisen nach sich ziehen.

Chancen auf Erholung für Basismetalle

Der gegenwärtige Streit um Strafzölle verringert Wisdom Tree zufolge die Nachfrage nach Industriemetallen. Basismetall-Körbe wie der ETFS Forward Industrial Metals (WKN A0SVX7) kämen vergangene Woche mit minus 36 Millionen US-Dollar auf die höchsten Abflüsse seit Februar. Das gleiche die Zuflüsse im Volumen von 92 Millionen US-Dollar in den 14 Tagen zuvor zwar nicht vollständig aus, deutet aber auf einen möglichen Stimmungseinbruch hin.

Folgen der Handelsspannungen werden nach Auffassung von Shah eher die Lieferketten und nicht das globale Wirtschaftswachstum zu spüren bekommen. Basismetalle würden von den Streitigkeiten eher profitieren. Die aktuell nachgebenden Notierungen seien höchstwahrscheinlich eine reflexartige Korrektur, vergleichbar mit der Reaktion auf die von den USA im März angekündigte erste Runde von Strafzöllen gegen China. "Nach dem anfänglichen Einbruch erholten sich die Metallpreise im April wieder deutlich."

von: Iris Merker
27. Juni 2018, © Deutsche Börse AG
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