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23.05.2018 09:32:38
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Kolumne

Börse Frankfurt Magazin: "Ziemlich beste Freunde"



Lars Brandau vom DDV nimmt das Comeback der Zertifikate als sinnvolle Beimischung in Seitwärts- bzw. fallenden Märkten als Anlass, die Arbeit des Verbands vorzustellen.
23. Mai 2018. FRANKFURT (Menthamedia). Die Börsen scheinen sich gegenwärtig einmal mehr an einem Scheideweg zu befinden. Kommt die lang herbeigeredete Korrektur oder geht es mit den Märkten weiter nach oben? Unabhängig vom weiteren Verlauf sind Zertifikate und Optionsscheine Finanzprodukte für Privatanleger, die auch in nicht positiv verlaufenden Marktphasen noch Renditen erzielen können.

Insofern sind strukturierte Wertpapiere einmal mehr in der Lage, ihre Vorteile unter Beweis zu stellen. Überhaupt erkennen immer mehr Kleinanleger, wozu und in welchem individuellen Chance-Risiko-Verhältnis diese Produkte in der Portfolioallokation eingesetzt werden können.

Das war auch schon einmal anders. Denn im Zuge der Finanzkrise und insbesondere im Umfeld der Lehman-Pleite stand es um die Reputation strukturierter Wertpapiere alles andere als zum Besten. Kurzum: Das Vertrauen war über Jahre verspielt und die Produkte wurden eher verbal verteufelt als vernünftig eingesetzt.



Just in dieser Zeit im Februar 2008, noch kurz vor der Lehman-Pleite, wurde der Deutsche Derivate Verband (DDV) aus der Taufe gehoben. Als klassischer politischer Interessenverband für strukturierte Wertpapiere sollte insbesondere intensive Aufklärungsarbeit für eine junge Produktgruppe gemacht werden. Dazu gehört auch das aktive Begleiten regulatorischer Initiativen auf nationaler wie auch europäischer Ebene. Darüber hinaus macht sich der DDV auch für mehr Standards, Verständlichkeit, Transparenz und Wissensvermittlung im Interesse des Anlegerschutzes stark. Angesichts der mangelhaften Wertpapierkultur in Deutschland ist das ein weites Betätigungsfeld.

In einem ausgesprochen herausfordernden Umfeld befand sich der DDV in seiner frühen Aufbauphase und hatte mit vielen Widrigkeiten zu kämpfen, konnte aber schnell liefern. So brachte der DDV von Anfang an regelmäßige und fundierte Statistiken zu Volumen, Umsätzen und Marktanteilen heraus. Es wurde eine einheitliche Produktklassifikation verabschiedet, die Branche einigte sich auf eine freiwillige Selbsterklärung im Derivate-Kodex, der heute Fairness-Kodex heißt. Es wurde ebenso an einheitlichen Fachbegriffen gearbeitet, wie auch an umfangreichen Materialien der Wissensvermittlung. Viele Initiativen und Meilensteine folgten dabei dem Credo der erhöhten Transparenz für die Anleger.

In den zurückliegenden Jahren kamen zu allen Projekten rund um Standardisierung und Anlegeraufklärung noch die weitreichenden nationalen und europäischen Regulierungsinitiativen dazu, bei denen sich der DDV mit großer Unterstützung seiner Mitglieder immer aktiv und vor allem lösungsorientiert eingebracht hat. Ohne die intensiven Diskurse in den Ausschüssen und Arbeitskreisen hätte es entschieden länger gedauert, tragfähige Lösungen für alle Beteiligten zu erarbeiten.

Alleine die Vielschichtigkeit der Themen, die ihren regulatorischen Verlauf zunächst im Juristischen haben, müssen dann in der Folge aber von Experten aus dem Geschäftsbetrieb und der IT, den Fachleuten aus den Compliance-Abteilungen und vielen anderen gesteuert und umgesetzt werden. Zu Jahresbeginn hat die Umsetzung der MiFID II - Anforderungen bei allen Emittenten, Direktbanken und letztlich auch bei Kunden eindrucksvoll gezeigt, dass die Welt insgesamt komplexer geworden ist und es folglich keine einfachen Lösungen mehr gibt.

Insofern ist und bleibt die Arbeit des DDV in Deutschland und auch im europäischen Branchenverband EUSIPA, ausgesprochen wichtig. Die ersten zehn Jahre haben verdeutlicht, wie wichtig eine starke Interessenvertretung ist, in der sich die Mitglieder ebenso stark einbringen.

Die Börse Frankfurt Zertifikate hat sich im Rahmen ihrer Fördermitgliedschaft in all den Jahren mit ihrer ganzen Expertise von Anfang an intensiv in die Arbeiten des DDV eingebracht. Nicht zuletzt aus den eigenen Erfahrungen heraus wurden und werden viele Impulse gesetzt, so dass der Markt für strukturierte Wertpapiere nachhaltig gestärkt wird.

Der DDV hat sich zu eigen gemacht, stets aktiv mit Fakten gegen die Vorurteile vorzugehen, um ständige Missverständnisse aus dem Weg zu räumen. Das ist in vielen emotional aufgeheizten Diskussionen sicher nicht einfach, aber letztlich die einzig sinnvolle Vorgehensweise. Der Verband stellt sich grundsätzlich allen Diskussionen und sieht zu, dass die Missverständnisse plausibel aufgeklärt und aus dem Weg geräumt werden. Letztlich sind zufriedene Anleger die besten Multiplikatoren.

Insofern blicken die Verantwortlichen auch entsprechend positiv in die Zukunft. Immer mehr Privatanleger verstehen den Mehrwert strukturierter Wertpapiere zur Beimischung in ihren Depots. Es kann eben niemals nur das eine Produkt für jede Marktphase geben; aber ganz sicher bieten Zertifikate für jede Marktphase ein passendes Produkt. Unabhängig also davon, ob und wann es zu einer schärferen Zäsur an den Märkten kommen wird, können Zertifikate und Optionsscheine in diesen Phasen wertvolle Schutzmechanismen für das Depot bieten.

Gastautor: Lars Brandau, Geschäftsführer Deutscher Derivate Verband (DDV)

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