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14.09.2016 14:08:22
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Börse Frankfurt News

Zertifikate-Trends: Gemischtwarenladen



Die Bewegungsfreude an den Rohstoffmärkten quittieren Anleger mit Engagements in Öl- und Gold-Zertifikaten und setzen dabei sowohl auf fallende als auch steigende Kurse. Bei den Einzelwerten steht Apple im Vordergrund.
14. September 2016. Frankfurt (Börse Frankfurt). Die Sommerpause in Verbindung mit einer geringen Schwankungsbreite an den Kapitalmärkten prägen den Zertifikate-Handel der vergangenen Wochen. "Wir befinden uns in einer relativ ruhigen Marktphase", berichtet Christian Glaser. Die EZB-Absage an eine weitere Lockerung der Geldpolitik habe zwar für Enttäuschung an den Kapitalmärkten gesorgt, der Einbruch etwa beim DAX sei aber nicht so dramatisch ausgefallen.

 

Allenfalls an einigen Rohstoffen zeigten Zertifikate-Anleger Interesse. Größere Ausschläge bei Gold hätten beispielsweise zu einer verstärkten Nachfrage nach entsprechenden Derivaten geführt. Seit Monatsbeginn hat sich der Goldpreis zunächst von 1.308 auf über 1.350 US-Dollar pro Feinunze erholt und in Folge wieder bis auf 1.318 US-Dollar nachgegeben. Aktuell ist eine Feinunze Gold für 1.321 US-Dollar zu haben. "Gold hängt stark an den Entwicklungen bei den Notenbanken wie der Federal Reserve oder Bank of Japan", begründet Glaser die jüngsten Bewegungen beim gelben Edelmetall.



Die Kunden der BNP Paribas setzten derzeit übrigens mit dem vermehrten Kauf eines 8,5-fach gehebelten Knock-out-Scheins(WKN PB3GVT), der bei Erreichen oder Unterschreiten der Schwelle von 1.196 US-Dollar pro Feinunze verfällt, tendenziell auf steigende Goldpreise.

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Der heute gemeldete Rekordanstieg von Xetra-Gold (WKN A0S9GB) auf über die 100 Tonnen deutet ebenfalls auf eine bullishe Einstellung der Anleger.

Kein einheitliches Bild bei Öl

Auch bei der ICF Bank stehen Rohstoff-Werte in der Zertifikate-Umsatzbestenliste ganz vorn. Atakan Sahin sieht in den Ölpreisschwankungen einen Anreiz für kurzfristig orientierte Anleger. In beide Richtungen gehandelt würde etwa ein Optionsschein auf Brent (WKN PB5DLC) mit einem Hebel von 6,5 und einer Knock-out-Schwelle von 41,67 US-Dollar. "Wobei die Zuflüsse leicht überwiegen.

Einen eindeutigen Trend im Handel mit Öl-Produkten erkennt auch Glaser nicht. Einerseits deckten sich Investoren mit Werten ein, die von fallenden Kursen profitieren. Als Beispiel nennt der Händler ein rege gehandeltes Zertifkat auf Brent (WKN PB6L3L) mit einer Knock-out-Schwelle von 62 US-Dollar pro Barrel. Gleichzeitig erwarteten Käufer eines Brent-Knock-out-Scheins (WKN PB6L0R) mit einer vorzeitigen Fälligkeit bei Berührung oder Unterschreitung von 42 US-Dollar pro Fass eine Erholung beim Nordseeöl. Ebenso stünde ein WTI-Knock-out-Scheins (WKN PB75LN) mit einem Hebel von 13,34 und einer Knock-out-Schwelle von 41,84 US-Dollar bei Anlegern hoch im Kurs.

Die DekaBank geht davon aus, dass sich das globale Ölangebot zwar in den kommenden Monaten weiter reduzieren wird und die Ölpreise wieder nennenswert steigen, sobald die hohen Lagerbestände ein Stück weit abgebaut worden sind.

Allerdings würden die dicken Polster langsamer schwinden als erwartet. In den USA gehe die Ölförderung seit Jahresbeginn aufgrund der Schließung vieler Ölbohranlagen zurück, die mit der teuren Fracking-Methode produzierten. Die Anzahl der aktiven US-Ölbohranlagen sei immerhin von 1.600 Ende 2014 auf zeitweise unter 400 gefallen. Der technische Fortschritt sorge aber dafür, dass aus bestehenden Anlagen immer mehr Rohöl entnommen werden kann. Deshalb werde die Ölproduktion in den USA langsamer gedrosselt als vermutet. Zudem verteidigten die OPEC-Länder mit allen Mitteln ihre Marktanteile.

Kräftemessen zwischen DAX-Bullen und -Bären
 

"Seitdem Draghi dem deutschen Aktienindex einen Dämpfer verpasst hat, sind Trading-affine Anleger aktiver", bemerkt Atakan Sahin von der ICF Bank. Dabei würden Produkte wie das 15x Long Faktor-Zertifikat auf den DAX (WKN VS66JU) besonders häufig gehandelt. "Hier geht sehr viel hin und her, wobei sich unterm Strich Verkäufe und Käufe in etwa die Waage halten."

SahinSahin
 

Apple profitiert von Samsung-Rückruf

Der Verkaufsstart des neuen iPhone 7 rückt Apple als beliebtesten ausländischen Basiswert wieder verstärkt in den Mittelpunkt. Anleger sehen in der Apple-Aktie (WKN PA4YCQ) in Summe Potenzial nach oben, wie Glaser registriert. "Das Unternehmen profitiert scheinbar vom Rückruf des Samsung Galaxy Note 7." Die ersten Verkaufszahlen für das iPhone 7 seien übrigens über T-Mobile US-Chef Legere kommuniziert worden. Demnach sind die Vorbestellungen für das iPhone 7 vier Mal so hoch wie beim Vorgängermodell. Allerdings biete T-Mobile in den USA mit LTE auch den schnellsten mobilen Internetzugang in den Vereinigten Staaten, weshalb andere Anbieter vermutlich auf nicht ganz so hohe Orders kämen.

von: Iris Merker
14. September 2016, © Deutsche Börse AG
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