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22.11.2018 14:00:04
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Börse Frankfurt News

Zertifikate-Trends: Hin- und hergerissen



Zertifikate-Anleger erwarten schwächere DAX-Notierungen und erkennen Erholungspotenzial für den Nasdaq. Bei den Einzelwerten stehen Wirecard, Alibaba, Ebay und Amazon im Vordergrund.
22. November 2018. Frankfurt (Börse Frankfurt). Die Nervosität an den Märkten hebt den Handel mit Zertifikaten. Neben DAX, Dow Jones Industrial, Nasdaq, Öl und Gold kommen laut Händler US-Einzelaktien als Basiswert häufig zum Tragen. Mit Abstand den Spitzenplatz bei den individuellen Unternehmen belegt bei der Commerzbank allerdings die deutsche Wirecard, wie Anouch Wilhelms meldet. Nach knapp 200 Euro im Hoch befindet sich die Aktie der Münchner seit Wochen im Rückzug und notiert mittlerweile um 128 Euro. Das entspricht einem Minus von rund einem Drittel. In diesem Szenario deckten sich Anleger besonders häufig mit einem klassischen Discount-Zertifikat auf Wirecard (WKN CA2XHU) mit Begrenzung der Rückzahlung bis maximal 150 Euro ein. Mit einem gefragten Faktor 5-Produkt (WKN CJ2379) auf den Technologie- und Finanzdienstleister positionierten sich Investoren tendenziell Long.

Wirecard-Zertifikate (WKNs TR3L9N, DD8S9S) belegen auch bei der ICF Bank einen vorderen Platz, wie Markus Königer meldet. Tendenziell setzten Anleger auf Short-Produkte.

Pessimistisch für den DAX

Der DAX reist nach Ansicht vieler Zertifikate-Investoren eher gen Süden. "Hier dominieren die Bären", registriert Wilhelms und macht dies unter anderem an der Nachfrage nach Optionsscheinen mit Knock-Out-Schwellen bei 12.010 (WKN CJ1DCS) und 11.740 Punkten (WKN CJ1NVY) fest. Für Wilhelms gleichen Käufer von Puts auf den DAX ihre Verluste bei Long-Positionen teilweise aus und stabilisieren so ihre Depots. Nehme man das Minus beim deutschen Aktienindex von 2015 bis Anfang 2016 zum Maßstab sieht der Händler durchaus weiteres Potenzial nach unten, bevor es wieder bergauf gehe. "Der DAX korrigierte in der Phase etwa 30 Prozent."



"Die eher bearish eingestellte Marktmeinung spiegelt sich im Verhalten unserer Kunden wider", beschreibt auch Simon Görich von der Baader Bank. In derartigen Phasen rückten Trading-Produkte generell stärker in den Vordergrund. "Trendfolgende Positionen machen einen Großteil unserer Umsätze aus."

Erholungspotenzial für Nasdaq
 

Die Commerzbank-Kunden legten sich verstärkt Nasdaq-Indexzertifikate (WKN CB23ZD) mit Währungssicherung zum Euro ins Depot, wie Wilhelms anmerkt. Nach den Verlusten von rund 14 Prozent seit Anfang Oktober scheinen Anleger beim technologielastigen US-Index wieder Aufwärtspotenzial zu vermuten. Auf weniger Optimismus hinsichtlich der Aussichten für den Dow Jones Industrial deuteten Käufe eines Short-Zertifikats auf das bedeutende US-Aktienbarometer (WKN CV6YY1), das bei Erreichen der Schwelle von 29.750 Punkten verfällt.

Wilhelms Wilhelms
 

Alibaba überzeugt

Was den Amerikanern und mittlerweile auch den Europäern der Black Friday ist, zelebrieren die chinesischen Verbraucher jährlich am 11. November, dem Tag der Alleinstehenden. In diesem Jahr sind laut Kemal Bagci allein bei Alibaba Waren im Rekordwert von über 30 Milliarden US-Dollar an diesem Tag über den Tisch gegangen. Das sei hiesigen Anlegern nicht verborgen geblieben. Rund um das Event habe der Händler der BNP Paribas Nachfrage nach einem Optionsschein auf den chinesischen Online-Händler (WKN PB8GQH) mit einer Knock-Out-Schwelle von 82,41 US-Dollar verbucht.

Ebenso bewerteten Anleger die Aussichten einzelner US-Technologieaktien eher positiv. Käufer eines gern gehandelten Amazon-Zertifikats (WKN VA1KU8) mit einer Knock-Out-Schwelle von 1.454 US-Dollar setzten nach den Verlusten der Aktie des Online-Händlers von 1.749 auf 1.320 Euro seit Anfang Oktober eher auf Erholung.

Auf die jüngsten Probleme mit US-Technologiewerten führt Görich die Nachfrage nach einem Put auf Ebay (WKN CV558N) zurück. "Dieser gehört zu den meist gehandelten Zertifikaten auf eine Einzelaktie."

Richtung bei Öl ungewiss

Vor dem Hintergrund fallender Ölpreise setzten Anleger etwa mit einem 8x Short-Zertifikat auf Brent (WKN CJ3D5A) mal auf weiter fallende und 3x Long Produkt auf das Nordseeöl (WKN CY3D4Y) mal auf wieder anziehende Preise.

Anleger der BNP Paribas positionierten sich mit dem Kauf eines Knock-Out-Produkts auf Brent (WKN PB3TGW) mit einer Schwelle von 43,08 US-Dollar nach den starken Verlusten eher Long, wie Bagci mitteilt.

Marktbeobachter gehen von einer momentanen Überversorgung am Ölmarkt aus. Ölproduzenten hätten in Erwartung der US-Sanktionen gegen den Iran ihre Förderung hochgefahren. Die weitaus sanfter als erwartet ausgefallenen Sanktionen hätten die Ölpreise gedrückt. Saudi Arabien spreche sich zwar für eine weitere Förderkürzung aus, noch ziehe Russland aber nicht mit.

von Iris Merker
22. November 2018, © Deutsche Börse AG
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