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25.10.2018 14:28:16
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Börse Frankfurt News

Zertifikate-Trends: In guten wie in schlechten Zeiten



Ob Euro Stoxx 50, Öl, Gold oder Wirecard, Zertifikate-Anleger erwarten zumeist steigende Notierungen. Beim DAX entscheidet die jeweilige Marktlage.
25. Oktober 2018. Frankfurt (Börse Frankfurt). Die Nervosität an den Aktienmärkten hebt laut Händler das Geschäft mit Zertifikaten. Dabei verteilt sich das gestiegene Anlegerinteresse mehr oder weniger gleichmäßig auf Indexprodukte, wie Simon Görich von der Baaderbank schildert. Eine Ausnahme bilde der DAX, der als Basiswert insbesondere von kurzfristig orientierten Investoren gehandelt würde.

Dass derzeit DAX-Hebelprodukte Hochkonjunktur haben, verwundere kaum. Immerhin habe das deutsche Aktienbarometer auf Vierwochenbasis knapp 10 Prozent an Wert verloren. "Je nach Nachrichten sind auch Einzelwerte wie Wirecard, Bayer oder Öl gefragt." Beliebt sei beispielsweise ein dreifach gehebeltes Zertifikat auf Brent (WKN CD4GWA), mit dem Inhaber seit Juli 2017 ein stetiges Plus gemacht hätten.

DAX in alle Richtungen

Für Anouch Wilhelms ist das derzeitige Umfeld am hiesigen Aktienmarkt alles andere als berechenbar. Seit dem Hoch im Januar um 13.500 Punkte rutsche der DAX ab. "Erst langsam und dann immer schneller", erinnert der Commerzbank-Händler. Gleichzeitig habe es regelmäßig Gegenbewegungen gegeben. Je nach Marktlage hätten Anleger etwa mit einem zehnfach gehebelten Long-Zertifikat (WKN CE5YRQ) auf steigende und mit einem 15-fach gehebelten Short-Produkt (WKN CV37Q5) auf fallende DAX-Notierungen gesetzt. Ebenso habe das Interesse an Knock-out-Zertifikaten auf das hiesige Bluechip-Barometer zugenommen. Wilhelms nennt beispielhaft ein Short-Produkt (WKN CA93H0) mit einer Knock-out-Schwelle von 12.740 Punkten.



Bullish mit Blick auf den Euro Stoxx 50

Auch die Kunden der ICF Bank positionierten sich im hiesigen Bluechip-Index nach Beobachtung von Manuel Tulezi in beide Richtungen. Gefragt sei zum Beispiel ein Knock-out-Produkt (WKN HX4QKZ) auf den DAX, das bei Berühren oder Überschreiten von 12.125 Punkten verfällt. Immer mal wieder kämen auch Long-Produkte zum Tragen.

Anders als üblich stehle der Euro Stoxx 50 dem DAX aber die Show. Sechs der zehn meist gehandelten Derivate nehmen Tulezi zufolge Bezug auf den europäischen Leitindex. Zu den meist gehandelten Werten zähle ein Bonus-Zertifikat auf das Barometer (WKN PP70U4) mit einer Rückzahlung entsprechend dem Kurs von 5.200 Punkten, wenn der Basiswert die Barriere von 2.400 Punkten bis zum Ende der Laufzeit nicht berührt oder unterschreitet. Ansonsten orientiert sich der Ertrag an der Indexentwicklung. Die Schwelle eines ebenfalls beliebten Cap-Bonus-Zertifikats auf den Euro Stoxx 50 (WKN DD90U4) liegt bei 2.550 Punkten. Hält sich der Wert oberhalb der Barriere, winke eine Rückzahlung auf Basis von 5.500 Punkten, wobei Notierungen darüber nicht honoriert werden.

Optimistisch für Wirecard-Aktie
 

Der Aufstieg von Wirecard in die erste deutsche Börsenliga lockt Zertifikate-Anleger, die sich etwa mit Knock-out-Produkten (WKNs PP9M1E, DD8S9S) auf das Technologie- und Finanzdienstleistungsunternehmen eher Long positionieren. "Generell stehen Wirecard-Derivate im Fokus." Die Aktie des Unternehmens mit Sitz bei München schwanke sehr stark, was der Händler so im DAX noch nicht erlebt habe.

"Die Wirecard-Aktie bringt Schwung in den DAX, was Schnäppchenjäger anlockt", registriert Wilhelms. Am 10. Oktober habe der Wert zum Beispiel zunächst von 180 auf 150 Euro nachgegeben, sich dann aber am Schluss wieder stabilisiert. Derzeit ist die Aktie für 163 Euro zu haben. Seine Kunden hätten auf die Ausschläge unter anderem mit Positionierungen in einem fünffach gehebelten Long-Produkt (WKN CE9MPD) und klassischen Discount-Produkt (WKN CA2XHU) reagiert. Nach den Meldungen über die Übernahme einiger Dialog Semiconductor-Sparten durch Apple setzten die Commerzbank-Kunden vermehrt auf ein Discount-Zertifikat (WKN CV20WS) auf den europäischen Chipentwickler mit einer Anrechnung der Kursentwicklung bis maximal 30 Euro.

WilhelmsWilhelms
 

US-Einzelaktien und -Indizes weiterhin beliebt

Als US-Underlying bevorzugten Anleger nach Angaben von Wilhelms Einzelwerte wie Mastercard (WKN CA2N77) und Amazon (WKN CV7XAN). Zudem käme ein Put auf Dow Jones Industrial Average (WKN CV6YY1) häufig zum Zug. Mit dem Kauf eines Knock-out-Produkts auf den Nasdaq 100 (WKN CA4PKX) setzten Anleger darauf, dass der Technologieindex 7.978 Punkte während der Laufzeit nicht erreicht.

Anleger erwarten steigende Goldpreise

Zu den Top-ten der meist gehandelten Derivate gehört bei der Commerzbank ein Index-Zertifikat auf Gold (WKN CN4CAP), wie Wilhelms anmerkt. Tulezi spricht von ausgesprochen hoher Nachfrage nach einem Optionsschein auf Gold (WKN VA500R) mit einer Knock-out-Schwelle von 1.182 US-Dollar. Auf Monatssicht legte der Goldpreis von 1.200 und 1.230 US-Dollar pro Feinunze zu. Heinrich Peters von der Helaba sieht die negativen Auswirkungen von US-Renditen und US-Dollar auf das gelbe Metall allmählich an ihre Grenzen stoßen. Im Übrigen blieben die US-Realzinsen im historischen Vergleich wohl recht niedrig. In der Vergangenheit sei ein Niveau unterhalb von 2 Prozent sogar förderlich für das gelbe Metall, wenngleich es in Anstiegsphasen zu Bremswirkungen gekommen sei. Nach dem jüngsten klassischen Kursausbruch signalisiere auch die Charttechnik erheblichen Rückenwind für Gold.

von: Iris Merker
18. Oktober 2017, © Deutsche Börse AG
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