Bitte warten...

27.04.2016 13:53:59
A A | Drucken

Börse Frankfurt News

Zertifikate-Trends: Langfristig mit Discount-Zertifikaten punkten



Deutsche Bluechips, Gold und Silber bestimmen den Handel mit Zertifikaten. Bei Einzelwerten stehen Ströer und Wirecard im Rampenlicht.
27. April 2016. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Hohe Schwankungen an den Aktienbörsen prägen den Handel mit Zertifikaten. "Im Vergleich zum ersten Quartal ist es im April zwar etwas ruhiger geworden", beschreibt Kemal Bagci von der BNP Paribas. Die hohe Volatilität aktiviere aber das Geschäft mit Helbelprodukten. In der DAX-Seitwärtsbewegung setzten Investoren verstärkt auf Discount-Zertifikate. Wie üblich stünden DAX-Produkte in der Anlegergunst ganz vorn, gleichzeitig nähmen Edelmetalle als Basiswerte deutlich an Fahrt auf.

"Bei leicht nachlassender Dynamik kann sich unser Umsatz mit Derivaten durchaus sehen lassen", berichtet Simon Görich von der Baader Bank. Die Nachrichtenlage um Ströer habe die Nachfrage nach entsprechenden Produkten auf den Vermarkter von Werbeflächen erhöht. Laut des Research-Berichts einer US-amerikanischen Firma namens Muddy Waters habe das MDAX-Mitglied die Zahlen für das organische Wachstum des Unternehmens in den Jahren 2014 und 2015 zu hoch angegeben. Die Ströer-Aktie verlor nach Veröffentlichung zeitweise fast ein Drittel ihres Wertes und steht aktuell mit 44,49 Euro immer noch knapp 20 Prozent im Minus. Analysten gehen davon aus, dass der Hedgefonds mit dieser Aktion den Ströer-Kurs auf Talfahrt schickte, um die Aktien aufgrund von Lieferverpflichtungen in Verbindung mit Leerverkäufen günstig einzusammeln. Medienberichten zufolge überprüft die Wertpapieraufsicht der Bafin den Fall.

Unternehmen der zweiten Reihe im Fokus
 

Bei Bagcis Kunden spielten Wirecard-Derivate (WKN PB5PA3, PB1THK, PB1THJ) eine größere Rolle. Mal würde auf steigende, mal auf fallende Kurse gesetzt. Ähnlich wie bei Ströer sah sich der deutsche Internet-Bezahldienstleister Ende Februar mit Betrugsvorwürfen in großem Stil von Seiten einer Analysefirma namens Zatarra konfrontiert. Die Aktie brach zunächst ein, erholte sich aber danach wieder. Nach den heutigen Geschäftszahlen von Wirecard scheinen Anleger zusätzliches Vertrauen in das Unternehmen zu setzen. Die Aktie verbucht ein deutliches Plus und notiert aktuell über 37 Euro.

Kemal BagciBagci
 
Nach wie vor spielen Deutsche Bank und VW eine Rolle im Zertifikate-Handel. Markus Königer von der ICF Bank meldet zwischenzeitliche Käufe eines Knock-out-Scheins auf den Wolfsburger Autobauer (WKN DZ57HJ) mit zweifachem Hebel. Rund um die Berichterstattung über den Chefwechsel sei ein 6,37-fach gehebelter Knock-out-Scheins auf die Commerzbank (WKN TD5P1Q) rege in beide Richtungen gehandelt worden.

Auf das Konto Empfehlungen der Tagespresse verbucht Görich die überwiegenden Käufe eines zweifach gehebelten Zertifikats auf Hochtief (WKN CZ9PP1).

Silber entkoppelt sich vom großen Bruder

Zu den meist gehandelten Anlageprodukten zählt in Königers Orderbuch ein Zertifikat auf Silber (WKN 163575), das in beide Richtungen gehandelt würde. Gehebelte Papiere auf Silber kämen bei Zertifikate-Anlegern ebenfalls gut an. "Silber ist, anders als von so manchem Anleger erwartet, der Preisentwicklung von Gold nicht gefolgt." Während Gold in den vergangen zwei Wochen etwas verloren hat, hat sich Silber von knapp 16 auf über 17 US-Dollar pro Feinunze in die entgegengesetzte Richtung bewegt. Bagci meldet Zuspruch für währungsgesicherte Silber- (WKN P57XAG) und Gold-Zertifikate (WKN PS7XAU).

Renditen von Discount-Zertifikaten stimmen

"DAX-Investments mit kurzfristigem Anlagehorizont werden bei uns sehr stark umgesetzt", bemerkt Königer. Seit einigen Tagen setzen Anleger etwa mit Knock-out-Produkten (WKNs TD5YH2, DGB0FV) überwiegend auf fallende DAX-Kurse.

Auch als längerfristige Anlage sind Derivate für Investoren häufig eine Bereicherung. Das liegt unter anderem an der steigenden Nachfrage nach Discount-Zertifikaten, die laut X-markets-Team der Deutschen Bank häufig mehr bringen als die zugrunde liegende Aktie selbst. In ihrer jährlichen Untersuchung der Renditen von Discount-Zertifikaten erzielte diese Produktgattung zwischen November 1999 und Ende vergangenen Jahres in 57,2 Prozent der Fälle eine höhere Rendite als eine jeweils zeitgleich erfolgte Direktinvestition in den Referenzwert. Insgesamt errechnet die Deutsche Bank bei 77,9 Prozent der Discount-Zertifikate eine positive Performance während der Basiswert in 60,6 Prozent der Fälle auf ein Plus komme. Das Direktinvestment punktet hingegen bei Betrachtung der Ertragshöhe. 32 Prozent der Basiswerte gegenüber 17 Prozent der untersuchten Discount-Zertifikate hätten über 20 Prozent Rendite erreicht.

Eingebauter Risikopuffer

Der Unterschied erklärt sich aus der Konstruktionsweise der Produkte. Der Anleger erhält ein Discount-Zertifikat zu einem Preis unter dem aktuellen Kurs des Basiswertes. Im Gegenzug wird der mögliche Gewinn nach oben durch ein sogenanntes Cap begrenzt. Der maximale Gewinn, den Anleger mit einem Discount-Zertifikat erzielen können, errechnet sich aus der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem festgelegten Höchstbetrag des Referenzwertes. Verluste hingegen werden durch den Discount, der wie ein Risikopuffer wirkt, abgefedert. Discount-Zertifikate gewinnen zunehmend an Bedeutung. In 2015 hat sich laut Deutsche Bank das ausstehende Volumen der Discount-Zertifikate im Vorjahresvergleich von 4,1 auf 4,6 Milliarden Euro und damit um gut 12 Prozent erhöht.

In Seitwärtsphasen ein Gewinn

Deutsche Indizes, insbesondere der hiesige Bluechip-Index, stünden bei Anlegern von Discount-Zertifikaten im Vordergrund. Auf Platz zwei und drei folgten europäische und US-amerikanische Indizes. 58,3 Prozent aller untersuchten Discount-Zertifikate auf einzelne Aktien hätten sich über die jeweilige Laufzeit besser als der zugrunde liegende Basiswert entwickelt. Grundsätzlich punkteten Discount-Zertifikate laut Studie besonders dann, wenn die zugrunde liegende Aktie sich während der Laufzeit der Zertifikate eher seitwärts oder negativ entwickelte. Bei überdurchschnittlichen Kursgewinnen der Aktie hätten Discount-Zertifikate aufgrund ihrer Struktur das Nachsehen.

von: Iris Merker
© 27. März 2016 - Deutsche Börse AG
pagehit

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.