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01.08.2018 14:40:28
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Börse Frankfurt News

Zertifikate-Trends: Umsatzschübe bei guten wie schlechten Nachrichten



Langfristig orientierte Anleger engagieren sich in DAX- und Euro Stoxx 50-Produkten, während kurzfristig beide Richtungen gespielt werden. Öl reizt Trader mit Kurskapriolen und bei Einzelaktien spielen US-Technologiekonzerne als Underlying die erste Geige.
2. August 2018. Frankfurt (Börse Frankfurt). Sommerpause im Zertifikatehandel. Anleger reagieren aber weiter situativ auf Bewegungen an den Finanzmärkten. Der Anstieg am deutschen Aktienmarkt in den vergangenen Tagen löste laut Manuel Tulezi von der ICF Bank einen Umsatzschub aus, ebenso negative Nachrichten von US-Technologieschwergewichten wie Facebook.

Nach der überraschenden, vorläufigen Einigung im Handelsstreit zwischen Donald Trump und Jean-Claude Juncker vergangenen Mittwoch legte beispielsweise der DAX im Späthandel zu, wie Tulezi anmerkt. "Das hat uns bereits am Abend und die Märkte noch einige Tage danach beschäftigt." Seit einigen Wochen können Anleger an der Frankfurter Zertifikatebörse bis 22.00 Uhr auf Meldungen reagieren. 12 Emittenten bieten 1,2 Millionen Zertifikate im Späthandel an, das sind 75 Prozent der insgesamt gelisteten Produkte.

Uneinheitlich für deutsche Bluechips

In der Umsatzstatistik der ICF Bank gehört der DAX wie meist zu den beliebtesten Basiswerten. "Dabei sehen wir erhöhtes Interesse sowohl an Short- als auch Long-Positionen", berichtet Tulezi. Als Beispiel nennt der Händler die rege Nachfrage nach einem Optionsschein auf den DAX (WKN PP1EZ2) mit einer Knock-out-Schwelle bei 15.274 Punkten und einem von steigenden Kursen profitierenden Wert (WKN DD6N9P), der verfällt sobald der zugrunde liegende Basiswert die Schwelle von 12.027 Zählern berührt oder unterschreitet. Tulezi: "Wann was gespielt wird, ist abhängig von der DAX-Tagesform."



Längerfristig orientierte Käufer eines beliebten Capped Bonus Zertifikats (WKN PP7YBV) setzten auf steigende DAX-Kurse. Sehr stark gesucht sei zudem ein Discount Zertifikat auf den Euro Stoxx 50 (WKN DGY8M1) mit einer maximalen Anrechnung der Kursentwicklung bis 2.900 Punkten.

Öl steigt in der Anlegergunst

Die größeren Ausschläge des Ölpreises wecken Tulezi zufolge das Interesse an Produkten auf das schwarze Gold. In den vergangenen vier Wochen gab Öl zunächst rund 10 Prozent nach, hat aber seit Mitte Juli etwa 6 Prozent wieder gutgemacht. Anleger reagierten mit Zuspruch etwa für ein Discount-Zertifikat auf das nordamerikanische WTI (WKN DD62WN) mit einer Begrenzung der Rückzahlung auf 58 US-Dollar pro Barrel.

Nitesh Shah von ETF Securities sieht die wieder steigenden Ölnotierungen als Folge von Lieferengpässen. Saudi-Arabien setze vorübergehend alle Öllieferungen über die Bab el-Mandab-Meerenge nach Angriffen auf zwei Rohöltanker durch Huthi-Rebellen im Jemen aus. Nahezu 8 Prozent des globalen Ölhandels auf dem Seeweg erfolgten über diese Meerenge. Anhaltende Ausfälle könnten nach Shahs Ansicht eine Angebotsverknappung nach sich ziehen. Würden die Tanker auf andere Routen ausweichen, werde dies die Kosten erhöhen.

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US-Technologieriesen im Fokus
 

Bei Einzelaktien als Underlying laufen nordamerikanische Technologiewerte anderen Branchen den Rang ab. Kemal Bagci von der BNP Paribas spricht von reger Nachfrage nach einem Knock-out-Produkt auf Facebook (WKN PX04EM), das von fallenden Kursen der Aktie des Unternehmens profitiert. Nach Veröffentlichung der Zahlen für das erste Halbjahr in Verbindung mit einem nachlassenden Nutzerwachstum die Aktie von Facebook massiv an Wert. Auch die Ergebnisse von Twitter samt fallender Nutzer-Frequenz konnten Bagci zufolge nicht überzeugen. Viele Anleger setzten dem Händler zufolge auf ein Short-Derivat auf Twitter (WKN PX07EY) mit einer Knock-Out-Schwelle von 38,70 US-Dollar.

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Bei Apple brummt das Geschäft hingegen. Mit Rekordwerten beim Umsatz und Gewinn für das zweite Quartal und einem mit 2,34 US-Dollar um 40 Prozent höheren Ergebnis pro Aktie seien die Erwartungen der Analysten übertroffen worden. "Die Aktie schoss dadurch auf ein Rekordhoch", bemerkt Bagci. Die Kunden der BNP Paribas hätten sich parallel dazu verstärkt mit einem Knock-out-Zertifikat auf Apple (WKN PP4SXE) eingedeckt.

Lichtblick für Türkische Lira?

Nach erneuten Verlusten gegenüber dem Euro registriert Bagci jetzt Interesse an Long-Derivaten auf die türkische Lira. Unter anderem lande ein Optionsschein auf die Währung (WKN PR0JNC) verstärkt in den Depots. "Inflation, Außenhandelsdefizite und eventuelle Sanktionen lassen den Kurs aber immer weiter sinken", urteilt der Händler.

Die jüngste Abwertung begründet Tulezi mit dem Ausbleiben einer erwarteten Zinserhöhung in der vergangenen Woche. Die türkische Inflation liege mittlerweile bei 15 Prozent, die Zinsen bei 17,75 Prozent. Die türkische Lira verlor zum Euro seit Jahresbeginn rund 25 Prozent. "Für eine Währung ist das eine ziemliche Hausnummer."

Von: Iris Merker
2. August 2018, © Deutsche Börse AG
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