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29.05.2019 14:16:41
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Börse Frankfurt News

Auslandsaktien: Nachholbedarf für japanische Aktien



Eine Lösung im US-chinesischen Zollstreit könnte ein Aufbruchssignal für Japans Aktien werden. Viele Analysten sehen Konzerne aus dem Land der aufgehenden Sonne für die Herausforderungen der Zukunft gut aufgestellt und häufig unterbewertet.
29. Mai 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Zu einem bilateralen Handelsabkommen kam es im Zuge Donald Trumps viertägigen Besuchs in Japan zwar nicht. Auch ein Ende des Zollstreits zwischen den USA und China ist nirgends in Sicht. Derzeit diskutiert Peking laut Medienberichten gar mögliche Ausfuhrbeschränkungen für Seltene Erden. Obwohl Japan als Exportnation besonders stark unter den derzeitigen Zolldiskussionen leidet, liefert das Land der aufgehenden Sonne mit einem um 2,1 Prozent höheren Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal überraschend positive ökonomische Impulse.

Den japanischen Aktienmarkt beschreiben Analysten von Morgan Stanley als überverkauft und sehen darin künftige Chancen. Japanische wie europäische Werte seien im Vergleich zu US-Aktien günstig. M&G Investments geht davon aus, dass etwa die Hälfte der japanischen Unternehmen unter ihrem realen Buchwert gehandelt werden. "Die Unsicherheit rund um den Zollstreit bremst Anleger derzeit aus", meint Roland Stadler von der Baader Bank.

Viele Patente kommen aus Japan

Dabei spricht Vieles für das Land. Unter anderem steige die Bedeutung von Robotik und künstlicher Intelligenz. Japanische Unternehmen investierten sehr stark in Forschung und Entwicklung und lieferten dies bezüglich überzeugenden Output. Bezogen auf die Einwohnerzahl liegt Japan im vergangenen Jahr mit 48.702 Patenten ganz vorn, wie die World Intellectual Property Organization meldet. Deutsche Konzerne kämen im Vergleich auf 19.883 Patentanmeldungen. Mitsubishi Electric (WKN 856532) belege nach dem chinesischen Technologiekonzern Huawei Rang zwei bei den Einzelanmeldungen.



Bei Rakuten klingeln die Kassen
 

Die Performance einiger japanischer Aktien kann sich Stadler zufolge ebenfalls sehen lassen. Mit einem Anstieg von 57 Prozent auf 9,30 Euro liege Rakuten (WKN 927128) im Nikkei 225 seit Anfang Januar weit vorn. Der Index selbst kommt im gleichen Zeitraum auf ein Plus von 7,3 Prozent. Einen neuen, kostenlosen Live-Video-Streaming-Service des Amazon-Konkurrenten bewertet Stadler als weitere wichtige Entwicklungsstufe des Online-Händlers. Die neuen Dienste böten Nutzern Echtzeit-Kommunikation mit Netz-Influencern und anderen Persönlichkeiten. Parallel dazu bekämen Anwender Zugriff auf andere Rakuten-Plattformen, damit beispielsweise die gerade beworbenen Produkte auf Knopfdruck bestellt werden könnten. Japanische Kunden seien für derartige Neuerungen besonders offen.

StadlerStadler
 

Uber-Börsengang für SoftBank ein Gewinn

Aufwärts geht es auch mit der Aktie von SoftBank Corporation (WKN 891624), die im Jahresverlauf von 58 auf 86 Euro hinzugewann. Die Bank kaufte sich in der Vergangenheit erfolgreich in neue Unternehmen ein. Als besonders lukrativ hätten sich Beteiligungen wie die an Alibaba (WKN A117ME) erwiesen. "Auch der Börsengang von Uber hat sich für das japanische Investmenthaus gelohnt", beobachtet Stadler. Die Verdreifachung des operativen Gewinns der SoftBank auf 4,5 Milliarden US-Dollar im vergangenen Quartal gehe größtenteils auf das Konto des Uber-Engagements.

Gemeinsam stark
 

Die Aktie des Technikriesen Sony (WKN 853688) bewegte sich auf Basis der Gemeinschaftswährung seit Anfang des Jahres mit rund 43 Euro kaum von der Stelle. Die angekündigte Zusammenarbeit mit Microsoft (WKN 870747) im Geschäft mit Streamen von Spielen und Inhalten über neue Bildsensoren sieht Walter Vorhauser von der Oddo Seydler Bank positiv. Die beiden Schwergewichte könnten so ihre Kompetenzen bündeln und sich im Bereich Cloud Gaming jeder für sich behaupten. Hinzu komme die gemeinsame Entwicklung von Halbleitern und Künstliche Intelligenz. Allein könne sich Sony gegen Konkurrenzprodukte wie die Google-Infrastruktur vermutlich kaum durchsetzen. Der angekündigte Aktienrückkauf in Höhe von umgerechnet bis zu 1,63 Milliarden Euro in den kommenden zehn Monaten signalisiere ebenfalls Stärke.

VorhauserVorhauser
 
Die Ausfälle von Industriemaschinen auf ein Minimum zu reduzieren und die Produktivität zu maximieren - das ist die Zielsetzung der geplanten intensiveren Zusammenarbeit zwischen Schäffler und Mitsubishi Electric (WKN 856532) im Rahmen der Industrie 4.0-Entwicklungen, wie Vorhauser anmerkt. Mitsubishi bringe unter anderem seine Kompetenz in der Fabrikautomatisierung und der Schnittstelle von Mensch und Maschine mit ein. Die Aktie des Herstellers elektrischer und elektronischer Produkte kommt seit Jahresbeginn auf einen Anstieg um 17 Prozent auf 11,53 Euro.

Von: Iris Merker
29. Mai 2019, © Deutsche Börse AG

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