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13.06.2019 13:55:27
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GESAMT-ROUNDUP: Trübe Konjunkturaussichten setzen Exportnation Deutschland zu


FRANKFURT/KIEL/BERLIN (dpa-AFX) - Internationale Handelskonflikte dämpfen den Konjunkturoptimismus in Deutschland zusehends. Am Donnerstag senkten weitere Wirtschaftsforschungsinstitute ihre Wachstumsprognosen für 2019 und 2020 zum Teil erheblich.

Die heimische Konjunktur kühle sich deutlich ab, die globale politische Unsicherheit setze der Exportnation Deutschland zu, konstatierte das Institut für Weltwirtschaft (IfW). Für 2019 rechnen die Kieler Forscher nun mit 0,6 (bisher 1,0) Prozent Wachstum der deutschen Wirtschaft, für 2020 mit 1,6 (1,8) Prozent.

"An der globalen politischen Unsicherheit, die die Unternehmen hierzulande belastet, kann die deutsche Politik wenig ändern. An der Standortqualität hingegen schon", erklärte IfW-Präsident Gabriel Felbermayr. Er forderte eine Reform der Unternehmenssteuern sowie die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlages.

Auch das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW/Berlin) senkte seine Konjunkturprognose - wenn auch nur leicht. Für das laufende Jahr erwartet das DIW nun ein Wirtschaftswachstum von 0,9 (März-Prognose: 1,0) Prozent, für 2020 dann 1,7 (1,8) Prozent.

Die deutsche Wirtschaft sei "weiterhin solide", stellte DIW-Präsident Marcel Fratzscher fest. "Die Risiken waren allerdings selten so hoch wie jetzt." Der von den USA angeheizte Handelskonflikt sei "die größte Bedrohung für die deutsche Wirtschaft".

Das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) bestätigte seine bereits im März gesenkte Deutschland-Prognose von 0,5 Prozent Wachstum 2019. "Von der Schwäche des Welthandels ist die international stark vernetzte deutsche Industrie besonders betroffen", erklärte IWH-Vizepräsident Oliver Holtemöller.

Zuletzt hatten sich auch schon Bundesregierung und Bundesbank deutlich pessimistischer geäußert, was die Aussichten für Europas größte Volkswirtschaft angeht. 2018 war die deutsche Wirtschaft um 1,4 Prozent gewachsen.

Die Teuerungsrate dürfte sich nach Einschätzung von Europäischer Zentralbank (EZB) und Bundesbank sowohl im Euroraum als auch in Deutschland noch über Jahre unter der Zwei-Prozent-Marke bewegen. Die EZB strebt für den Währungsraum mit seinen 19 Ländern mittelfristig eine Inflationsrate von knapp unter 2,0 Prozent an - weit genug entfernt von der Nullmarke. Denn dauerhaft niedrige oder auf breiter Front sinkende Preise könnten Unternehmen und Verbraucher verleiten, Investitionen aufzuschieben. Das kann die Wirtschaft bremsen.

In Deutschland lag der für europäische Vergleichszwecke berechnete Preisindex HVPI, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, im Mai um 1,3 Prozent über dem Stand von Mai 2018. Auf nationaler Basis zogen die Verbraucherpreise zum Vorjahresmonat um 1,4 Prozent an, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Damit schwächte sich der Preisauftrieb in Deutschland wieder deutlich ab. Im Ostermonat April hatten vor allem gestiegene Preise für Pauschalreisen die Inflationsrate auf 2,0 Prozent getrieben. Von April auf Mai 2019 stiegen die Verbraucherpreise in Deutschland um 0,2 Prozent.

Angeheizt wurde die Inflation in Deutschland im Mai von steigenden Energiepreisen. Energie verteuerte sich im Jahresvergleich um 4,2 Prozent. In einer Langzeitauswertung weist das Vergleichsportal Verivox jedoch darauf hin, dass Heizen, Kochen und Tanken in den vergangenen zehn Jahren nur wenig teurer geworden seien - im Vergleich zur allgemeinen Preissteigerung und wenn die Entwicklung der Einkommen mitberücksichtigt wird.

Die Energiekosten der privaten Haushalte erhöhten sich demnach seit April 2009 um rund 16 Prozent, während die allgemeine Inflationsrate bei 14 Prozent lag. Aus Statistiken des Bundeswirtschaftsministeriums geht hervor, dass der Anteil der Energiekosten an den Gesamtausgaben der privaten Haushalte zuletzt rückläufig war.

Einer aktuellen Studie des WSI-Tarifarchivs der gewerkschaftlichen Böckler-Stiftung zufolge sollten die Arbeitnehmer in den europäischen Staaten Ende dieses Jahres mehr Geld in der Tasche haben als 2018. Nach Berechnungen der Düsseldorfer Experten nehmen in den EU-Staaten die Bruttolöhne in der Jahresfrist um 2,6 Prozent zu, nach Abzug der Inflation bleibt eine Reallohnsteigerung von 1,0 Prozent. Deutschland werde mit einem Zuwachs von 3,2 Prozent (nominal) und 1,7 Prozent jeweils über dem europäischen Schnitt liegen./ben/DP/jha

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