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07.06.2017 13:10:35
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Kolumne

Marktstimmung: "Vor dem Super-Donnerstag"



Den Bären waren scheinbar die Rücksetzer zu klein für Gewinnmitnahmen und das neue Rekordniveau zu wenig schmerzhaft für Zwangseindeckungen. Es fehlen dem Aktienmarkt aber inzwischen nicht nur die heimischen Impulse.
Zusammenfassung

7. Juni 2017. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Ein Bündel an so genannten Ereignisrisiken steht bevor. Die Rede ist vom kommenden Super-Donnerstag, an dem wichtige Entscheidungen anstehen. Zum einen die Sitzung der Europäischen Zentralbank, von der man allenfalls einen kleinen Hinweis darauf erhofft, wie die Geldpolitik der Währungshüter in Zukunft aussehen wird. Allerdings erscheint es nach den jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone, dass sich die Teilnehmer an den Finanzmärkten wohl noch etwas gedulden müssen, bevor es so etwas wie eine neue "Forward Guidance" der EZB geben wird.



Das für manche Investoren viel wichtigere Ereignis findet jedoch in Großbritannien statt, wo die Wahlen zum Unterhaus an diesem Tag anstehen. Die Prognose-Institute sehen zwar die Konservative Partei Theresa Mays vorne, aber das entsprechende Vorhersageband reicht von einem ganz knappen Vorteil für die Premierministerin von 1 Prozent bis hin zu einem Vorsprung der Torys bis zu 7 Prozent.

Und das dritte wichtige Ereignis, das von manchem Akteur hierzulande möglicherweise gar nicht stark genug wahrgenommen wird, ist die Aussage des früheren FBI-Direktors James Comey vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats am selben Tag.

Trotz all dieser Unwägbarkeiten hat sich die Stimmung der von uns befragten mittelfristig agierenden Anlegern gegenüber der Vorwoche verbessert. Der Börse Frankfurt Sentiment-Index springt von -19 Punkte auf einen Stand von nunmehr -13 Punkte.

Allerdings spiegelt diese Entwicklung eines nicht wider: Pessimisten der Vorwoche haben bislang - trotz des zwischenzeitlich erreichten Allzeithochs von 12.878 DAX-Zählern - nicht die Notbremse gezogen und gar mit Panikkäufen reagiert. Der Zuwachs im Sentiment-Index speist sich damit fast ausschließlich aus der zuvor recht starken Gruppe von Akteuren, die sich auf eine Seitwärtsbewegung eingerichtet hatten. Dabei kann man sich natürlich fragen, warum man sich ausgerechnet vor dem Super-Donnerstag als Käufer outen möchte. Vielleicht war es aber auch die Korrektur vom Allzeithoch, die seit Montag immerhin 1,8 Prozent betragen hatte, die den einen oder anderen Investor angesichts der nun günstiger aussehenden Kurse hatten zugreifen lassen.

Langfristiger Kapitalzufluss verliert an Dynamik

Bei den Privatanlegern ergibt sich indes gegenüber der Vorwoche ein kaum verändertes Bild. Der Börse Frankfurt Sentiment-Index ist gerade einmal um 1 Punkt auf einen Stand von nunmehr -12 Punkte gefallen. Damit behalten die Privatanleger ihre risikobewusste Einstellung bei und haben sich auch nicht von der bis heute andauernden Zwei-Tage-Korrektur des DAX zu einem Schnäppchen-Kauf verleiten lassen.

Letztlich haben sich die Stimmungswerte für die institutionellen Anleger etwas verbessert, aber der Börse Frankfurt Sentiment-Index dieses Panels bleibt sowohl absolut, als auch im relativen Sechsmonatsvergleich in negativem Terrain. Mit den jüngsten Aktienkäufen, die wir ohnehin eher als kurzfristig spekulativ einschätzen, hat sich damit die Position des DAX gegenüber der Vorwoche nicht wesentlich verschlechtert. Überdies bleibt die Gruppe der Pessimisten in der Mehrheit, benötigt aber im Schnitt DAX-Stände von weniger als 12.500 Zählern, um sich profitabel wieder eindecken zu können. Damit ergibt sich eine gewisse Stütze für den DAX.

Andererseits mehren sich die Anzeichen, dass der Zufluss von langfristigem ausländischen Kapital, von dem die Aktien der Eurozone, aber auch des deutschen Marktes zuletzt deutlich profitiert haben, nicht mehr das selbe Momentum aufweist wie in den Wochen zuvor. Dies mag auch der Grund dafür sein, dass das jüngste Allzeithoch des DAX nicht allzu lange gehalten werden konnte. Überhaupt wäre ein Überschreiten von 13.000 DAX-Zählern erforderlich, um die Pessimisten von heute aus dem Sattel zu heben. Und genau das geht vermutlich nur mit neuen langfristigen Engagements.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Die Stimmen der professionellen Teilnehmer wurden bislang von privaten Anlegern ergänzt, die unter den aktivsten Tradern verschiedener Online-Broker rekrutiert wurden. Diesen Teil des Sentiment-Index stellt die Börse Frankfurt nun auf breitere Füße.

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt.

Möchten Sie teilnehmen? Dann schreiben Sie einfach eine E-Mail an sentiment@deutsche-boerse.com.



Börse Frankfurt Sentiment-Index





Institutionelle Anleger

BullishBearishNeutral
Total30%43%27%
ggü. letzter Erhebung+6%+0%-6%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.600 (-50 Punkte)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: -13 Punkte (Stand Vorwoche: -19 Punkte)

DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum





Private Anleger

BullishBearishNeutral
Total35%47%18%
ggü. letzter Erhebung+1%+2%-3%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.680 (+80 Punkte)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: -12 Punkte (Stand Vorwoche: -11 Punkte)

7. Juni 2017, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie.

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