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18.04.2018 13:17:34
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Kolumne

Marktstimmung: "Vornehme Zurückhaltung"



Den Profis scheinen deutsche Aktien zu teuer. Dennoch ist fraglich, was sie auf die Bärenseite treibt und was das für die Entwicklung deutscher Aktien in den nächsten Tagen bedeutet.
Zusammenfassung

18. April 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Wenn ein Aktienindex wie der DAX innerhalb von zwei Wochen in der Spitze um mehr als 7 Prozent an Wert gewinnt, ist das für manche Investoren fast ein wenig zu viel in so kurzer Zeit. Denn man war offensichtlich auf Anderes eingestellt.

Dies belegt auch die jüngste Umfrage von BofA Merrill Lynch bei internationalen Fondsmanagern, die gestern publiziert wurde. Danach ist nicht nur die Kassehaltung der befragten Investoren von 4,6 auf 5 Prozent im April gestiegen. Vielmehr ist auch die Übergewichtung in Aktien während der vergangenen Wochen von netto 41 auf 29 Prozent bei den Befragten gefallen. Allerdings glauben fast 80 Prozent dieser Investoren, dass die Spitze in den Aktienmärkten frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2018 zutage treten wird. Mit anderen Worten: Das Gros der internationalen Fondsmanager kann sich zwar neue Höchststände vorstellen, möchte sich allerdings nicht zu den gegenwärtigen Kursen, weil zu teuer, im Aktienmarkt engagieren.

Diesen Eindruck bekommt man auch, wenn man den Börse Frankfurt Sentiment-Index betrachtet. Denn der Index der von uns befragten mittelfristig orientierten institutionellen Marktteilnehmer ist gegenüber der Vorwoche um 11 Punkte auf einen Stand von +16 Punkte gefallen. Dabei gab es in geringem Umfang Gewinnmitnahmen aus bullishen Engagements der Vorwoche. Der Hauptteil des Rückgangs geht auf frische Short-Engagements und Absicherungen zurück, die zu großen Teilen von ehemals neutral orientierten Investoren gestellt werden.

Und das, obwohl die Risikofreude der Finanzmarktteilnehmer zuletzt generell wieder gestiegen war. Sei es, dass man die kritische Situation in Syrien für überwunden hält, weil sich der Angriff Frankreichs, Großbritanniens und der USA in den Augen vieler Akteure mittlerweile als Einmal-Aktion herauskristallisiert hat. Oder auch in Hinblick auf den Handelskonflikt zwischen den USA und China, der aber keineswegs beseitigt ist. Investoren sehen zwar das größte Extremrisiko gemäß oben genannter Umfrage immer noch in einer Verschärfung dieses Konflikts, aber die Börsianer scheinen sich an ihn gewöhnt zu haben. Zumindest, wenn man den Kommentatoren Glauben schenken mag.

Warten auf günstigeren Einstieg

Die Gewöhnung an diese Nachrichten könnte zumindest den Privatanlegern unterstellt werden, deren Börse Frankfurt Sentiment-Index im Gegensatz zu den institutionellen Pendants gegenüber der Vorwoche um immerhin 4 Punkte auf einen Stand von nunmehr +21 Punkte angezogen hat; und zwar fast ausschließlich gespeist von zuvor neutral eingestellten Marktteilnehmern. Dies ist bemerkenswert, da es nach unserer vergangenen Befragung nur für kurze Zeit während des vergangenen Mittwochs attraktivere DAX-Stände rund 100 Punkte unter unserem Erhebungskurs gab, bevor das Börsenbarometer im Punktevergleich noch einmal um 1,8 Prozent zulegte.

Die fast schon als vornehm zu bezeichnende Zurückhaltung der institutionellen Anleger vermittelt, dass man offensichtlich von einem deutlichen Rücksetzer des DAX profitieren möchte, um auf niedrigerem Niveau günstiger einsteigen zu können. So geht es bei den jüngsten Engagements auf der Short-Seite vermutlich nicht um eine gravierende Angst vor Kurseinbrüchen des DAX, sondern vielmehr darum, etwas Extra-Rendite zu verdienen.

Damit hat sich die Nachfragesituation beim DAX gegenüber der Vorwoche sogar noch etwas verbessert. Zwar stehen absolut betrachtet immer noch recht ordentliche Stimmungswerte zu Buche, aber in der relativen Betrachtung auf Sicht von 6 Monaten kann man bestenfalls von einem neutralen Stimmungsbild sprechen.

Somit ist es durchaus möglich, dass die jüngsten Kurssteigerungen auf internationale Kapitalzuflüsse zurückzuführen sind. Es spricht vieles dafür, dass das Börsenbarometer bestenfalls moderat korrigieren wird, im schlimmsten Fall jedoch für die Skeptiker von heute nach oben davonrennt.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Ein Klick und fertig. Dafür erhalten Sie die Ergebnisse der Analyse sofort per E-Mail zugesandt.



Video-Kommentar von Joachim Goldberg



Börse Frankfurt Sentiment-Index




Institutionelle Anleger

BullishBearishNeutral
Total44%28%28%
ggü. letzter Erhebung-2%+9%-7%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.600 (+220 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Institutionelle Anleger: +16 Punkte (Stand Vorwoche: +27 Punkte)

DAX-Entwicklung im betrachteten Zeitraum





Private Anleger

BullishBearishNeutral
Total49%28%23%
ggü. letzter Erhebung+4%+0%-4%

DAX (Veränderung zu vergangener Woche): 12.600 (+220 Pkt.)
Börse Frankfurt Sentiment-Index Private Anleger: 21 Punkte (Stand Vorwoche: +17 Punkte)

18. April 2018, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positiven in negative Werte markiert die neutrale Linie. Die Werte des früheren Cognitrend Bull/Bear-Index sind auf die neue Skalierung umgerechnet worden.


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positiven in negative Werte markiert die neutrale Linie. Die Werte des früheren Cognitrend Bull/Bear-Index sind auf die neue Skalierung umgerechnet worden.


Über den Börse Frankfurt Sentiment-Index

Der Börse Frankfurt Sentiment-Index bewegt sich zwischen -100 (totaler Pessimismus) und +100 (totaler Optimismus), der Übergang von positive in negative Werte markiert die neutrale Linie.

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