Bitte warten...

07.05.2019 10:15:28
A A | Drucken

ROUNDUP: Hannover Rück trotzt Katastrophen zum Jahresstart - Aktie legt zu


HANNOVER (dpa-AFX) - Die Hannover Rück hat die Katastrophen vom Jahresbeginn im Vergleich mit den Konkurrenten gut weggesteckt. Auch dank besserer Geschäfte in der Personen-Rückversicherung verdiente der weltweit viertgrößte Rückversicherer im ersten Quartal unter dem Strich fast 294 Millionen Euro und damit gut sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie er am Dienstag in Hannover mitteilte. Die Konkurrenten Swiss Re aus der Schweiz und Scor aus Frankreich hatten wegen hoher Schäden Gewinneinbrüche hinnehmen müssen.

Mit ihren Quartalszahlen übertraf die Hannover Rück auch die Erwartungen von Analysten. Am Finanzmarkt kamen die Nachrichten entsprechend gut an. Kurz nach Handelsstart gewann die Hannover-Rück-Aktie 2,12 Prozent auf 134,70 Euro und gehörte damit zu den stärksten Werten im MDax. Seit dem Jahreswechsel hat sie bereits um mehr als 14 Prozent zugelegt.

Der scheidende Hannover-Rück-Chef Ulrich Wallin sieht den Konzern nach dem ersten Quartal auf Kurs, 2019 wie geplant einen Überschuss von etwa 1,1 Milliarden Euro zu erzielen. Das wäre etwas mehr als die 1,06 Milliarden aus dem Jahr 2018. Wallin geht in den Ruhestand und übergibt mit Ablauf der Hauptversammlung an diesem Mittwoch (8. Mai) die Konzernführung an den früheren Swiss-Re-Manager Jean-Jacques Henchoz.

Am teuersten schlugen bei der Hannover Rück im ersten Quartal das Hochwasser in Australien und Sturmtief "Eberhard" in Deutschland zu Buche. Zusätzlich musste das Unternehmen wie seine Rivalen Swiss Re und Scor allerdings auch für die Zerstörungen durch Taifun "Jebi" von 2018 noch einmal tief in die Tasche greifen.

Zusätzlich zu den Großschäden des ersten Quartals, die mit 59 Millionen Euro zu Buche schlugen, habe die Hannover Rück daher weitere 48 Millionen Euro zurückgestellt, wie Finanzchef Roland Vogel berichtete. Die Schäden durch "Jebi" seien wie auch bei anderen Versicherern höher ausgefallen als zunächst erwartet. Bereits im vergangenen Jahr hatte "Jebi" die Hannover Rück rund 135 Millionen Euro gekostet. Wenn sich das Unternehmen nicht wiederum selbst bei anderen Anbietern rückversichert hätte, hätte die Summe um ein Vielfaches höher gelegen.

Diese Strategie lässt die Hannover Rück auch bei dem Desaster um Boeings Mittelstreckenjet 737 Max vergleichsweise ruhig schlafen. Für den Absturz der Maschine von Ethiopian Airlines im März und die seither geltenden Flugverbote für den Flugzeugtyp hat die Hannover Rück laut Vogel einen niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag zurückgelegt. Bei dem Unglück und einem ähnlichen Absturz einer Maschine gleichen Typs der Fluglinie Lion Air im Herbst waren insgesamt 346 Menschen ums Leben gekommen.

Zwar sei noch unklar, inwieweit Versicherer außer den Kosten für das abgestürzte Flugzeug und dem Schadenersatz für die Angehörigen der Opfer auch im Zuge der Produkthaftpflicht von Boeing herangezogen würden, sagte Vogel. Allerdings sei die Hannover Rück auch in diesem Bereich selbst rückversichert, so dass sie keine wesentlich höheren Belastungen zu erwarten habe. Der jüngste Absturz eines Suchoi Superjet-100 in Russland mit 41 Toten dürfte die Hannover Rück laut Vogel mit nicht mehr als 10 Millionen Euro belasten.

Einen Sondergewinn von fast 100 Millionen Euro verspricht sich die Hannover Rück unterdessen aus der Übernahme der Generali Leben. Der italienische Versicherer Generali hat seine deutsche Lebensversicherungtochter mit rund vier Millionen klassischen Kundenverträgen mit Garantiezins mehrheitlich an den Abwicklungsspezialisten Viridium verkauft. Viridium soll die Verträge bis zum Ablauf weiterführen und den Kunden weiterhin die versprochenen Leistungen bieten. Viridium gehört der Hannover Rück und dem Finanzinvestor Cinven. Den Sondergewinn durch eine Umstrukturierung der Anteile im Zuge des Generali-Deals will der Rückversicherer im zweiten Quartal verbuchen.

Positiv stimmt den Vorstand auch der jüngste Sprung bei den Beitragseinnahmen. Dank der Ausweitung des Geschäfts legten die Bruttoprämien im ersten Quartal im Jahresvergleich um fast ein Fünftel auf 6,4 Milliarden Euro zu. Bei der Vertragserneuerung im Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft konnte die Hannover Rück nach den jüngsten Katastrophen in Japan zudem stärker an der Preisschraube drehen. Auch in Nordamerika weitete sie ihr Geschäft erneut deutlich aus./stw/men/mis

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:

Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-frankfurt.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

Aktien in diesem Artikel

pagehit

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.