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30.05.2018 17:22:01
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Börse Frankfurt News

Scale: Kurs auf Allzeithoch



Die positive Entwicklung der im Segment Scale gelisteten Aktien kleiner und mittelgroßer Unternehmen setzt sich fort. Einige Kurse haben sich seit Mai 2017 verdoppelt. Doch es gibt auch Verluste.
30. Mai 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Die allgemein gute Stimmung an den Aktienmärkten in den vergangenen zwei Monaten hat auch die im Börsensegment Scale gelisteten kleinen und mittelgroßen Unternehmen nach oben getragen. Der Scale All Share-Index, der zum Start des Börsensegments im März 2017 bei 1.000 Punkten gestartet war, nähert sich mit aktuell 1.338 Punkten wieder seinem Allzeithoch vom Januar bei 1.391,54 Zählern. Seit Auflegung kommt der Index damit auf ein Plus von 34 Prozent. Der seit Februar 2018 existierende Auswahlindex Scale 30 hat sein Tief von Anfang April bei unter 1.170 Punkten weit hinter sich gelassen und notiert am Montagmorgen bei 1.264 Punkten.

Blue Cap hängt alle ab

Auf der Liste der besten Performer auf Sicht von zwölf Monaten hat sich ein Wechsel ergeben: Nach ganz oben vorgearbeitet hat sich Blue Cap (WKN A0JM2M), ein Anbieter von Kunststoffverpackungen für die Molkereiindustrie. Die Aktie ist seit Mai 2017 um 114 Prozent gestiegen. Die Nummer eins aus dem April, der Anbieter von ökologischen Werkstoffen Delignit (WKN A0MZ4B), steht nun auf dem zweiten Platz - mit einem Plus von 103 Prozent. Die Frankfurter FinTech Group (WKN FTG111) ist mit 88 Prozent die Nummer drei. Auf Sicht von drei Monaten hat das Emissionshaus für geschlossene Fonds Lloyd Fonds (WKN A12UP2) mit 58 Prozent die Nase vorn, gefolgt von Blue Cap mit 48 Prozent und der Marketingagentur mVISE mit 25 Prozent.

Weniger erfreulich lief es auf Dreimonatssicht für die Naga Group (WKN A161NR), die sich auf "disruptive Konzepte" konzentriert, den auf Büroimmobilien spezialisierten Asset-Verwalter Publity (WKN 697250) und den Streaming-Dienst Pantaflix, die alle mehr als ein Drittel an Wert verloren haben.



Blue Cap profitiert zum einen von der Übernahme der Knauer-Uniplast-Gruppe, die Kunststoffbecher für die Molkereiindustrie herstellt und daher gut zum Geschäftsmodell passt. Außerdem hat Blue Cap für 2017 steigende Umsatz- und Gewinnzahlen bekannt gegeben. Die Blue Cap-Aktie kostete im April noch 16 Euro, jetzt sind es 24 Euro.

Außerdem hat die Frankfurter Fintech Group, bekannt vor allem durch den Online-Broker Flatex, vorläufige Zahlen für 2017 vorgestellt: Der Umsatz erhöhte sich um 13 Prozent auf 107 Millionen Euro, der Jahresüberschuss um mehr als ein Drittel auf 16,8 Millionen Euro. Trotz der anhaltenden Konsolidierung im Online Brokerage-Markt und der historisch niedrigen Volatilität 2017 konnte die FinTech Group mit Flatex ihren Marktanteil in Deutschland stark ausbauen und in Österreich mit 25.000 flatex.at-Kunden sogar zum Marktführer werden.

Viele gute Quartalszahlen

Auch von der Stemmer Imaging AG (WKN A2G9MZ), die industrielle Bildbearbeitung anbietet, kamen aktuelle Zahlen: Stemmer steigerte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2017/2018 den bereinigten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen um 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 8,25 Millionen Euro, der Konzernumsatz erhöhte sich von 64,4 auf 74,5 Millionen Euro. Die Stemmer-Aktie verteuerte sich von 34 Euro Ende April auf aktuell 44,91 Euro.

Der Oberflächenveredler Nanogate (WKN A0JKHC) gab Anfang Mai die Übernahme der Holzapfel Engineering Team GmbH bekannt. Gemeinsam sollen hochwertige Kunststoffkomponenten der nächsten Generation entwickelt und produziert werden. Das Unternehmen verspricht sich eine nachhaltige Stärkung der Wettbewerbsposition. Ende April hatte Nanogate ein Umsatz- und Gewinnwachstum für 2017 bekanntgegeben und für 2018 ein weiteres Rekordjahr in Aussicht gestellt. Die Aktie, die seit Herbst 2017 geschwächelt hatte, konnte einen Teil der Verluste wiedergutmachen und notiert am Montagmorgen bei 46,10 Euro, Mitte April waren es noch 42 Euro.

Die 2G Energy AG (WKN A0HL8N), einer der international führenden Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, gab für 2017 ein Umsatzplus von 8,7 Prozent auf 189,4 Millionen Euro bekannt, ein neues Rekordhoch. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verbesserte sich um 29,8 Prozent auf 7,3 Millionen Euro. Außerdem äußerte sich das Unternehmen optimistisch bezüglich 2018. Nach deutlichen Kursverlusten 2017 geht es seit März wieder aufwärts für die Aktie, die aktuell zu 21,50 Euro gehandelt wird.

Reigen von Kaufempfehlungen, hohe Kursziele

Von SMC Research kamen in den vergangenen Wochen wieder einige Empfehlungen für Scale-Aktien: So wurde das "Buy"-Votum für Nanogate bestätigt und das Kursziel leicht auf 64,10 Euro erhöht - deutlich über der aktuellen Notierung. Den Analysten weisen darauf hin, dass Nanogate im letzten Jahr zum wiederholten Mal sowohl die eigenen Prognosen als auch die Analystenschätzungen übertroffen hat, sie halten auch den Ausblick auf das laufende Jahr für zu konservativ.

Ebenfalls zum Kauf raten die Analysten beim Grafiksoftwareanbieter Mensch und Maschine (WKN 658080), der faire Wert von 26,70 Euro ist durch den jüngsten Kursanstieg aber schon fast erreicht, aktuell 25,40. Die Zahlen zum ersten Quartal seien wie erwartet gut ausgefallen, hieß es, das Unternehmen setze die dynamische Entwicklung fort und schaffe es auch immer besser, die Profitabilität stetig zu verbessern.

Das auf den Mittelstand konzentrierte Augsburger Investmenthaus GBC AG hat Kaufempfehlungen für die Scale-Werte Helma, Mynaric und FinLab ausgesprochen, EQS wird hingegen auf "Halten" gesetzt. Der Baudienstleister Helma (WKN A0EQ57) hat den Analysten zufolge mit dem Erwerb weiterer Ferienimmobilienprojekte erneut bewiesen, dass er attraktive Grundstücke für das Bauträgergeschäft identifizieren und sichern kann, als Kursziel werden 53 Euro (aktuell 37,95) genannt. Der Laserspezialist Mynaric (WKN A0JCY1) sei gut aufgestellt, um von der erwarteten Dynamik bei laserbasierten Kommunikationsnetzen zu profitieren, der faire Wert liegt den Analysten zufolge bei 95 Euro (aktuell 51,60).

Weiter 50 Aktien und 15 Anleihen

Sämtliche fünfzehn Anleihen im Scale-Segment notieren weiter über Pari, besonders weit die Papiere des Fußballclubs Gelsenkirchen Schalke 04 (WKN A2AA04), Karlsberg Brauerei (WKN A2AATX), Neue ZWL Zahnradwerk Leipzig (WKN A13SAD), Joh. Friedrich Behrens (WKN A161Y5) und Eyemaxx Real Estate (WKN A2AAKQ).

Scale ging im März 2017 an den Start und hat den Vorgänger Entry Standard abgelöst. Das Segment bietet Zugang zu Aktien und Anleihen kleiner und mittlerer Unternehmen. Unternehmen, die sich in Scale listen lassen wollen, müssen schon zwei Jahre existieren und 30 Millionen Euro Marktkapitalisierung aufweisen. Des Weiteren wurden fünf Kriterien angesetzt, von denen jedes Unternehmen drei erfüllen muss: ein Mindestumsatz von zehn Millionen Euro, ein positives Jahresergebnis, ein positives bilanzielles Eigenkapital, eine Mindestmitarbeiterzahl von 20 Personen und mindestens fünf Millionen Euro Eigenkapital. Und: Es gibt verpflichtende Research Reports durch die beiden Analysehäuser Morningstar und Edison Investment Research, die von der Deutschen Börse - und nicht von den Unternehmen selbst - in Auftrag gegeben werden. Dennoch richtet sich das Segment nur an gut informierte Anleger.

von: Anna-Maria Borse 28. Mai 2018, © Deutsche Börse AG

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