Bitte warten...

19.11.2018 09:24:26
A A | Drucken

Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Jahrestief nicht mehr weit



Eine klare Trendwende steht nach Ansicht der meisten Analysten vorerst nicht an, gerechnet wird mit anhaltender Nervosität und volatilen Kursen. So mancher rechnet aber mit einer baldigen Bodenbildung.
19. November 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach Beruhigung sieht es am deutschen Aktienmarkt auch in der neuen Woche nicht aus. Die Probleme bleiben - oder haben sich sogar noch verschärft: Der Handelsstreit zwischen den USA und China, der am Wochenende den Asien-Pazifik-Gipfel belastete, die Brexit-bedingte Regierungskrise in Großbritannien und der weiterhin ungelöste Budgetstreit der EU mit Italien halten die Märkte in Atem.

"Die Finanzmärkte bleiben angesichts der anhaltenden politischen Unsicherheit vorerst nervös", prognostiziert Robert Greil von Merck Finck. Er rechnet damit, dass die Wall Street in den nächsten Wochen stabiler als Europas Börsen tendieren wird. "Dazu dürften vor allem die stark angelaufenen Aktienrückkäufe nach der amerikanischen Quartalssaison beitragen."

Am Freitag war der DAX weiter abgerutscht und mit 11.341 Punkten aus dem Handel gegangen - nicht mehr weit vom Jahrestief bei 11.051 Punkten Ende Oktober entfernt. Am Montagmorgen liegt der Index bei 11.400 Zählern.



China mittelfristig kein Problem

"Die jüngsten Trends in China mit der Abschwächung des Automarktes erinnern DAX-Investoren an das Jahr 2015", bemerkt Andreas Hürkamp von der Commerzbank. Diese Autosorgen belasteten den DAX, da der Autosektor für 2019 32 Prozent der gesamten DAX-Unternehmensgewinne beisteuern soll. "Die China-Sorgen werden noch einige Monate anhalten." Mittelfristig sollten aber die jüngsten expansiven Schritte in China wie die Senkung der Mindestreservesätze oder die Ankündigung einer expansiveren Fiskalpolitik wieder zu einer Verbesserung führen.

Aktienrallye durchaus noch möglich
 

Auch bei Robert Halver von der Baader Bank überwiegt auf kurze Sicht die Skepsis. "Auf Sentimentebene ist die Hoffnung der Vorwochen auf eine baldige Erholung zunächst verflogen." Die angeschlagene Konjunkturstimmung trage dazu bei, dass viele Anleger von zyklischen in defensive Aktien umschichteten. "Dieser Aktientausch zeigt jedoch, dass die Anleger die Aktienflinte nicht ganz ins Korn werfen." Überhaupt sei Pessimismus für die weitere Aktienmarktentwicklung grundsätzlich gesund.

HalverHalver
 
Weiter Abwärtsrisiken
 

Aus technischer Sicht bleibt die Lage laut Martin Utschneider von Donner & Reuschel sehr volatil. Ein deutliches Indiz für Nervosität und Unsicherheit sei zum Beispiel, dass die untere Linie des Abwärtstrends aus dem Juni zwar zuletzt ganze zehnmal getestet, aber niemals nachhaltig überschritten wurde. "Bei 11.800 verläuft nach wie vor die Schulter-Kopf-Schulter-Nackenlinie (SKS)", erklärt Utschneider. Richtig durchatmen und entspannen könnten Marktteilnehmer erst wieder ab Notierungen deutlich oberhalb der 12.000 Zähler. Selbst beim Überschreiten von 11.400 Punkten kehre der DAX bestenfalls erst wieder in seinen Juni-Abwärtstrend zurück.

Sowohl Trendfolger (MACD) als auch Kurzfristindikatoren tendierten wieder im "Niemandsland". Das Momentum oszilliere um die Nulllinie. "Auch das zeigt die obere charttechnische Begrenzung." Das mittelfristige Abwärtspotential der SKS beziffere sich nach wie vor bei 10.100 Zählern. "Das Risikomanagement sollte daher weiterhin stringent aufrechterhalten bleiben, die Risiken liegen weiter auf der ‚Downside‘." Ein ansteigender Volatilitätsindex VDAXnew würde die Tendenz weiter verschärfen.

UtschneiderUtschneider
 
"Die Lage im DAX hat sich in der vergangenen Woche nicht verbessert und dürfte auch in der anstehenden Woche wohl kaum eine nachhaltige Aufhellung erfahren", meint auch Christoph Geyer von der Commerzbank. Der dynamische Ausbruch aus dem Seitwärtstrend nach unten zeige, dass die Marktteilnehmer derzeit eher zu Abgaben bereit seien. Der MACD-Indikator stehe kurz vor einem Verkaufssignal. "Damit dürfte auch die anstehende Woche turbulent werden."

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Mittwoch, 21. November

14.30 Uhr. USA: Auftragseingänge langlebige Güter Oktober. Laut DekaBank belastet der zivile Flugzeugbau, die Analysten rechnen daher mit einem Minus von 3,5 Prozent im Oktober gegenüber dem Vormonat. Der Auftragseingang für Investitionsgüter ohne Verteidigung und Flugzeugbau sei aber leicht um 0,5 Prozent gestiegen.

Donnerstag, 22. November

USA: Thanksgiving (kein Handel).

Freitag, 23. November

USA: "Black Friday" mit verkürztem Handel. Vor allem der US-Einzelhandel hofft auf hohe Umsätze und Rückschlüsse auf das anstehende Weihnachtsgeschäft.

10.00 Uhr. Eurozone: Einkaufsmanagerindex November. Die DekaBank verweist auf die schwache wirtschaftliche Entwicklung in Euroland im dritten Quartal. Es sei allerdings nicht davon auszugehen, dass sich die Einkaufsmanagerindizes im November nun der schwachen Konjunkturdynamik anpassten und fielen, vielmehr sei nach den zahlreichen Rückgängen mit einer Konsolidierung zu rechnen.

Von: Anna-Maria Borse

19. November 2018,
© Deutsche Börse AG

Anmeldung notwendig

Benutzername oder E-Mail:
Passwort:

Um diese Funktionalität nutzen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Falls Sie noch kein Benutzerkonto bei boerse-frankfurt.de besitzen, können Sie sich hier kostenlos registrieren.

Eintrag hinzufügen

pagehit

Die nachfolgenden Hinweise und Informationen wurden von der VOLTABOX AG (die  “Emittentin”) für die Zwecke der Veröffentlichung des Wertpapierprospekts der Emittentin erstellt. Die Deutsche Börse AG übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt der von der Emittentin zur Verfügung gestellten Hinweise und Informationen.

 

Wichtiger Hinweis



Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind ausschließlich für Personen bestimmt, die ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland („Deutschland“) oder im Großherzogtum Luxemburg („Luxemburg“) haben. Die nachfolgenden Informationen stellen weder ein Angebot zum Verkauf noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren dar. Ein öffentliches Angebot von Wertpapieren der Emittentin außerhalb Deutschlands und Luxemburgs findet nicht statt und ist auch nicht geplant. Das Angebot in Deutschland und Luxemburg erfolgt ausschließlich auf der Grundlage des von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gebilligten und auf der Website der Emittentin veröffentlichten Wertpapierprospekts (einschließlich etwaiger Nachträge dazu). Eine Anlageentscheidung hinsichtlich der öffentlich angebotenen Wertpapiere der Emittentin sollte nur auf Grundlage des Wertpapierprospekts erfolgen. Der Wertpapierprospekt ist bei der Emittentin (Artegastraße 1, 33129 Delbrück, Deutschland; Tel.: +49 (0)5250 9930-900; Fax: +49 (0)5250 9762-102) und auf der Website der Emittentin (www.voltabox.ag) kostenfrei erhältlich.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen stellen kein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf für Wertpapiere in den Vereinigten Staaten von Amerika („Vereinigte Staaten“), Kanada, Australien oder Japan dar. Die Aktien der Emittentin sowie die Wertpapiere, die Gegenstand des Angebots sind, sind und werden nicht gemäß dem U.S. Securities Act von 1933 in der derzeit gültigen Fassung (der „Securities Act“) oder bei der Wertpapieraufsichtsbehörde eines US-Bundesstaates oder einer anderen Rechtsordnung der Vereinigten Staaten registriert und dürfen in den Vereinigten Staaten nur aufgrund einer Ausnahmeregelung von der Registrierungspflicht gemäß dem Securities Act oder anwendbarer Wertpapierrechte von US-Bundesstaaten oder in einer Transaktion verkauft oder zum Kauf angeboten oder geliefert werden, die diesen Bestimmungen nicht unterfällt. Die Emittentin beabsichtigt nicht, das Angebot oder einen Teil davon in den USA zu registrieren oder ein öffentliches Angebot von Wertpapieren in den USA, Kanada, Australien oder Japan durchzuführen.

Die auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen sind nicht zur Weitergabe an Personen in bzw. innerhalb der USA, Kanada, Australien oder Japan oder anderen Ländern vorgesehen, in denen kein öffentliches Angebot stattfindet. Jede Verletzung dieser Beschränkung kann einen Verstoß gegen wertpapierrechtliche Bestimmungen dieser Länder begründen. Das Kopieren, Weiterleiten oder sonstige Übermitteln der auf den nachfolgenden Internetseiten enthaltenen Informationen ist nicht gestattet.

Durch Drücken des „Ich stimme zu“-Buttons versichern Sie, dass Sie (i) diesen Hinweis und die darin enthaltenen Beschränkungen vollständig gelesen und akzeptiert haben, (ii) sich Ihr Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland oder Luxemburg befindet, und (iii) dass Sie die auf diesen Internetseiten enthaltenen Informationen nicht an Personen übermitteln oder weiterleiten, deren Wohnsitz und gewöhnlicher Aufenthalt sich nicht in Deutschland oder Luxemburg befindet.


Wir bedauern, dass wir Ihnen aufgrund gesetzlicher Beschränkungen keinen Zugang zu den nachfolgenden Internetseiten gewähren können.