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11.03.2019 09:34:29
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Lediglich eine Verschnaufpause?



Die momentane Schwäche am deutschen Aktienmarkt beurteilen technisch orientierte Analysten als Konsolidierung im Aufwärtstrend. Kurzfristig deutet einiges auf Beruhigung.
11. März 2019. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nach den jüngsten Kursgewinnen legten Aktien in den vergangenen Tagen den Rückwärtsgang ein. Der DAX verabschiedete sich am Freitag mit 11.457 Punkten aus dem Handel, startete am Morgen mit 11.497 Punkten dann wieder stärker in die neue Woche. Für Markus Reinwand sind Gewinnmitnahmen nach derart dynamischen Erholungen keine Seltenheit. "Immerhin konnten Anleger in dieser kurzen Zeit mit Aktien eine Performance erzielen, für die normalerweise ein ganzes Jahr benötigt wird", meint der Helaba-Analyst. Die spannende Frage sei nun, wie es mit Aktien weitergeht.

Ein Blick auf vergleichbare Kursmuster der ersten beiden Monate gebe Hoffnung. Zwar müsse man demnach zunächst mit einer etwa zweiwöchigen Seitwärtsbewegung rechnen, bevor sich der Aufwärtstrend fortsetze. Bis Jahresende ergäbe sich dann eine Performance von insgesamt rund 25 Prozent, vorausgesetzt fundamentale und marktpsychologische Faktoren spielten mit.

Korrektur im Aufwärtstrend

Gregor Bauer sieht das Einstreichen von Gewinnen unter anderem in Verbindung mit den EZB-Aussagen am vergangenen Donnerstag. Das Ausbleiben der Zinswende sorge zwar weiterhin für billiges Geld, wie der unabhängige technische Analyst meint. Andererseits befürchteten Anleger eine deutliche Abschwächung der Konjunktur im Euroraum. Ebenso enttäuschten die US-Arbeitsmarktdaten sowie die Zahlen zum chinesischen Exportvolumen. "Das beschleunigte die Korrektur am Aktienmarkt zum Wochenausklang."



Technisch ist der übergeordnete Aufwärtstrend seit Januar 2019 für Bauer insgesamt noch intakt. Nach dem Rücksetzer laufe der DAX gegenwärtig auf die Unterstützung um 11.400 Punkte zu. Pralle der deutsche Aktienindex im weiteren Verlauf an diesem Halt nach oben ab, sieht Bauer das Kursziel nach wie vor bei etwa 11.900 bis 12.000 Punkten.

Kurze Unterbrechung

Beim für Karen Szola "noch" als Verschnaufpause durchgehenden DAX-Kursrückgang achteten Anleger auf den noch jungen Aufwärtstrend bei aktuell etwa 11.250 Zählern. Dieser verbinde die Tiefs von Januar und Februar. Sein Bruch würde nach Ansicht der Charttechnikerin von Euro am Sonntag und Börse Online zunächst weiteres Abwärtspotential in Richtung 11.000 Zähler initiieren. Mittlerweile habe der MACD Trendfolgeindikator ein Verkaufssignal generiert.

Unterm Strich unterliege das deutsche Aktienbarometer weiterhin seiner noch immer fallenden 200-Tage-Linie, die bei 11.819 Punkten notiere. Mit dem jüngsten Rücksetzer sei der DAX zudem wieder unter den jüngst zurückeroberten Abwärtstrend aus dem Juni 2018 gefallen. "Um weiter gen Norden voranzukommen, muss nun auch diese Trendlinie, um rund 11.530 Zählern liegend, nach oben geknackt werden." So richtig beflügelt werde der DAX erst wieder, wenn es nachhaltig über den massiven Widerstandsbereich um 11.800 Punkten gehe. In dieser Region lauerten der angesprochene Gleitende Widerstand der vergangenen 200 Handelstage sowie eine Horizontale.

Fristverlängerung wahrscheinlich

In der Brexit-Saga stehen in dieser Woche vermutlich gleich mehrere Abstimmungen an. Aufgrund ausbleibender Verhandlungsergebnisse zwischen der britischen Regierung und der EU wird das Parlament zunächst am Dienstag das ursprüngliche Austrittsabkommen ablehnen, bevor die Volksvertreter am Mittwoch auch einem ungeordneten Brexit wahrscheinlich eine Absage erteilen. In dem Fall folgt am 14. März aller Voraussicht nach die Zustimmung zu einer Fristverlängerung. "Insofern ist zumindest von einem geordneten Brexit auszugehen, der angesichts des möglichen Totalschadens mehr als die halbe Miete wert ist", stellt Robert Halver von der Baader Bank fest.

Analysten rechnen damit, dass die britische Premierministerin eine Fristverlängerung von drei Monaten beantragen wird, die von der EU genehmigt wird. "Schließlich möchte sie nicht - insbesondere kurz vor den Wahlen - verantwortlich für einen Chaos-Brexit sein", urteilt Claudia Windt von der Helaba. Risiken bestünden dennoch. Der Europäische Rat müsse der Verlängerung einstimmig folgen. "Erpressungsversuche einzelner Staaten sind möglich und könnten sogar die Fristverschiebung noch zu einem Drama machen." Letztlich gehe es aber wohl in die Verlängerung.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftstermine

Freitag ist dreifacher Verfallstermin an allen großen Terminbörsen weltweit. An der Eurex werden gegen 13 Uhr die Abrechnungspreise für die DAX Optionen- und -Futures festgestellt. Es kann an diesem Tag kurzfristig zu stärkeren Kursschwankungen kommen.

Hierzulande öffnen in dieser Woche unter anderem DAX-Versorger, Lufthansa und Adidas ihre Bücher für das vierte Quartal 2018. Aus der zweiten Reihe veröffentlichen etwa Uniper, Innogy und die RTL-Group ihre Unternehmenszahlen.

Keine Angst vor nachlassenden Gewinnerwartungen

In den USA neigt sich die Berichtssaison dem Ende zu. Ein Gewinnwachstum der S&P 500-Konzerne von 13,1 Prozent auf Jahressicht kann sich nach Auffassung von Thomas Grüner von Grüner Fischer durchaus sehen lassen. Die niedrigeren Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr sind Grüner zufolge kein Grund für ausgeprägten Pessimismus. Unternehmen tendierten dazu, die Erwartungshaltung der Analysten unabhängig von der Wirtschaftslage zu dämpfen, um in Folge positiv zu überraschen. Ein holpriges Quartal besitze eine geringe Aussagekraft. Der globale Bullenmarkt sei widerstandsfähig genug, um auch längere Perioden mit nachlassenden Gewinnen ohne bleibende Schäden zu überstehen.

von: Iris Merker 11. März 2019,
© Deutsche Börse AG

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