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27.08.2018 09:27:55
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Börse Frankfurt News

Wochenausblick: Rückenwind aus den USA



An der Wall Street stehen die Zeichen auf Rekordjagd. Hierzulande sieht es zwar nicht ganz so gut aus, doch etwas ansteckend ist die Stimmung in den USA offenbar doch.
27. August 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Für die neue Handelswoche rechnen Analysten überwiegend mit Kursgewinnen: Die Unruhe um den Handelsstreit hat sich etwas gelegt, es gibt Gespräche zwischen den USA und China. So schloss der DAX am Freitag bei 12.394,52 Punkten, das ergab ein Wochenplus von 1,5 Prozent, am Montagmorgen steht der Index mit einem kleinen Plus bei 12.421 Punkten. Der S&P 500 erreichte am Freitag sogar ein neues Allzeithoch bei 2.876 Punkten, auch der Nasdaq Composite kletterte auf einen Rekordstand. Gut an kamen die Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell auf der Notenbankkonferenz im US-amerikanischen Jackson Hole: Powell sieht keine große Gefahr für eine Überhitzung der US-Wirtschaft und hält weiter graduelle Leitzinsanhebungen für angemessen.

"Der S&P 500 erlebt derzeit den längsten Aufschwung aller Zeiten", erläutert Markus Reinwand von der Helaba. Das Ausmaß der Kurssteigerungen bleibe mit einem Plus von gegenwärtig knapp 300 Prozent aber hinter den +417 Prozent des dem New Economy-Booms zurück. "Der S&P 500 müsste noch weitere 30 Prozent zulegen, um gleichzuziehen." Das sei allerdings nur die eine Seite der Medaille: Reinwand weist darauf hin, dass der Index nach dem Höhenflug von März 2000 bis Oktober 2002 um fast 50 Prozent eingebrochen ist. Gegenüber dem aktuellen Niveau käme das einem Rückgang um 34 Prozent gleich.

"Neben politischen Konflikten - schmutzige Scheidung der Briten von der EU ohne Deal, Flüchtlingskrise, italienische Schulden - scheinen sich ebenso verhaltene Konjunkturentwicklungen und die mangelnde Verbesserung der Standortqualitäten als Handicap für europäische und deutsche Aktien auszuwirken", bemerkt Robert Halver von der Baader Bank. Tatsächlich setzten internationale Anleger bei ihrer Aktienauswahl eher auf "America First".



 

Ohnehin habe der DAX mit seinen Auto-, Bank- und Versorgeraktien und einer grundsätzlich aktienunfreundlichen Politik hausgemachte, strukturelle Probleme. "Bei aller berechtigten Kritik an der Amtsführung von Präsident Trump werden in den USA die Weichen Richtung wirtschaftlicher Zukunft gestellt", meint Halver. Die Unternehmenssteuersenkungen, Infrastrukturmaßnahmen und durch den Digitalisierungsvorsprung geschaffene Wettbewerbsvorteile steigerten die amerikanischen Standortqualitäten zulasten der von Europa. "Die fundamentale Kraft Amerikas schlägt sich erkennbar in einem seit Jahresbeginn zu beobachtenden Gewinnvorsprung von US-Unternehmen gegenüber der europäischen Konkurrenz nieder, damit verbunden ist eine ausgeprägte Outperformance von US-Aktien gegenüber Titeln der Eurozone."

Robert HalverHalver
 

Noch keine Entwarnung

Ulrich Wortberg von der Helaba weist darauf hin, dass sich der DAX oberhalb des markanten Tiefs, das Ende Juni bei 12.104 Punkten markiert wurde, halten konnte. "Damit ist die Gefahr eines Rückfalls auf das Jahrestief vorerst gebannt." Entwarnung könne allerdings noch nicht gegeben werden, denn der Index sei nach mehrfachen Versuchen daran gescheitert, die Widerstände im Bereich von 12.441 und 12.461 Punkten nachhaltig zu überwinden. "Zwar hat sich die technische Lage im Tageschart etwas aufgehellt, ein Kaufsignal des längerfristigen Charts steht aber nicht auf der Agenda, zudem ist auf Wochenbasis das Abwärtsszenario intakt."

Laut Orlando Rodrigues von Donner & Reuschel ist es wichtig, dass dem DAX der Sprung über 12.450 Punkte gelingt, dann wäre das nächste Ziel der Bereich um 12.600 Zähler. "Sollte der DAX erneut an dieser Marke scheitern, wäre es ein sehr negatives Zeichen." Allerdings sei die Konstellation für einen nachhaltigen Bruch der Marke von 12.450 Punkten nahezu perfekt. Die Indikatoren blieben neutral.

Wichtige Konjunktur- und Wirtschaftsdaten

Montag, 27. August

10.00 Uhr. Deutschland: ifo-Geschäftsklimaindex August. Donnerstag, 30. August

14.00 Uhr. Deutschland: Verbraucherpreise August. Die Helaba rechnet mit einem Plus von 2 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert, das entspräche dem Anstieg im Juli.

14.30 Uhr. USA: Preisindex für Konsumausgaben (ohne Energie und Nahrungsmittel) Juli. Die an diesem Preisindex gemessene Inflation, auf die die US-Notenbank schaut, liegt schon seit einiger Zeit über 2 Prozent, wie die Commerzbank erläutert. Dies habe aber an den deutlich gestiegenen Energiepreisen gelegen. Im Juli sei nun wohl auch die Kernrate ohne Energie und Nahrungsmittel von 1,9 auf 2 Prozent geklettert.

9.55 Uhr. Deutschland: Arbeitslosenzahlen August.Wie die Postbank feststellt, ist im bisherigen Verlauf dieses Jahres die Zahl der arbeitslos gemeldeten Personen kontinuierlich gesunken. Die Analysten sehen keinen Grund, warum diese Serie im August gerissen sein sollte und gehen von einem weiteren Rückgang der saisonbereinigten Arbeitslosigkeit um 10.000 Personen aus. Die Arbeitslosenquote werde nach Saisonbereinigung bei 5,2 Prozent verharren.

Freitag, 31. August

3.00 Uhr. China: Einkaufsmanagerindex (CFLP) Verarbeitendes Gewerbe August. Trotz Handelsstreit wird der DekaBank zufolge von Verunsicherung nicht viel zu spüren sein: Die Analysten erwarten, dass der nur moderate Abwärtstrend im August angehalten und der Index auf 51 Punkte nachgegeben hat.

11.00 Uhr. Eurozone: Verbraucherpreise August. Nach Ansicht der DekaBank hat die Inflationsrate im Euroraum weiterhin über der 2 Prozent-Marke gelegen. Grund hierfür seien die Preisanstiege bei Benzin und Diesel. Der im Juli gemessene Preisauftrieb bei der Kerninflation von 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr sei hingegen wohl wieder auf 1 Prozent zurückgegangenen.

von: Anna-Maria Borse
27. August 2018, © Deutsche Börse AG

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