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22.06.2018 15:23:33
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Politik gibt den Takt vor



Auf den Handelskonflikt und die schwierigen Verhandlungen über eine EU-weite Flüchtlingsregelung reagieren Anleger mit Vorsicht. Bundesanleihen profitieren.
22. Juni 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Eine länger werdende Liste politischer Unsicherheiten trübt die Stimmung am Aktienmarkt zugunsten von Anleihen bonitätsstarker Staaten. "Wir hatten eine recht turbulente Woche", berichtet Arthur Brunner von der ICF Bank. Zum schwelenden Handelskonflikt und den offenen Fragen zur Migration in Europa sei gestern die Besetzung von zwei Schlüsselpositionen im italienischen Parlament durch Euroskeptiker hinzugekommen, die künftig den Finanzausschuss im Senat und den Haushaltsausschuss im Unterhaus leiteten. "In Folge gaben italienische Staatsanleihen deutlich nach." Papiere anderer südeuropäischer Länder seien in Sippenhaft genommen worden.

Beim Flüchtlingsthema sieht Brunner lediglich einen temporären Waffenstillstand, eine Lösung sei nicht in Sicht. Viele Staaten positionierten sich im Vorfeld des EU-Sondergipfels zum Thema. Etwa bestehe der italienische Innenminister Matteo Salvini öffentlich auf eine Eindämmung der Einwanderung.

Euro-Bund-Future profitiert

Der sich zuspitzende Handelsstreit mit China und den Verbündeten der Vereinigten Staaten habe mit der gestrigen Gewinnwarnung von Daimler mögliche Auswirkungen der Strafzölle auf die reale Wirtschaft aufgezeigt. Auch davon profitieren Bundesanleihen. Der Euro-Bund-Future gewann in der vergangenen Woche von 160,87 auf 161,93 Prozent hinzu. Zwischenzeitlich verringerten sich die Renditen für zehnjährige hiesige Staatsanleihen auf 0,33 Prozent. Zwar scheinen die positiven Kräfte für das hiesige Rentenbarometer nach Ansicht von Klaus Stopp etwas zu schwinden. Insbesondere der sich verschärfende Wirtschaftskrieg kann dem Händler der Baader Bank zufolge aber jederzeit erneut die Flucht in den sicheren Hafen nähren.



Kreditwürdigkeit steht auf dem Spiel

Auf dem jetzigen Stand hätten die zusätzlichen Zölle nicht das Potenzial, die Volkswirtschaften und die allgemeine Kreditqualität von Unternehmen nachhaltig zu verschlechtern, wie Thomas Miller zusammenfasst. Aktuell erheben die USA und China laut dem Analysten der HSH Nordbank Einfuhrzölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe in einem Volumen von jeweils 34 Milliarden US-Dollar mit der Aussicht diese gegenseitig um weitere 16 Milliarden Euro zu auszuweiten. "Der gesamte Welthandel wird diese Effekte wenig spüren." Erweitere die USA die Strafzölle aber auf bereits angedrohte 100 Milliarden US-Dollar, werde China mit hoher Wahrscheinlichkeit nachziehen. "Dann wären wir in einer Region, in der für viele Industrien die Wertschöpfungsketten durcheinandergeraten und etablierte Absatzmärkte versiegen."

Fußball-WM bremst
 

Den Rentenhandel beschreibt Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank als eher beschaulich und sieht die Gründe unter anderem in der laufenden Fußball-WM. "Die gestrige Niederlage Argentiniens führte zu keinen großartigen Bewegungen in Anleihen der Südamerikaner." Die Werte notierten in etwa auf dem Niveau der Vorwoche. Nachfrage auf beiden Seiten macht Daniel in einem Papier der Neuquen Province (WKN A19GPQ) mit einem jährlichen Zins von 7,5 Prozent aus.

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VW-Bonds in Mitleidenschaft gezogen
 

Parallel zur Ausgabe zwei neuer VW-Hybridanleihen (WKNs A192QE, A192QF), die noch nicht gelistet sind, trennten sich Anleger laut Brunner tendenziell von bestehenden Hybridanleihen der Wolfsburger (WKN A1ZE21). "Zum einen kommen die neuen Bonds mit attraktiveren Konditionen", begründet der Händler. Außerdem habe die Gewinnwarnung von Daimler die gesamte Branche unter Druck gesetzt. "Das spüren wir im Bond-Handel."

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Zudem gebe es reges Kaufinteresse an einem bis Mai 2022 laufenden Ferratum-Bond (WKN A2LQLF) mit einem Zins von 550 Basispunkten über dem Euribor. "Der Wert hat sich seit Auflage gut entwickelt."

Investoren greifen zu Bayer-Bonds

Zur Finanzierung der Monsanto-Übernahme besorgte sich Bayer in dieser Woche in großem Stil frisches Geld über den Kapitalmarkt, wie Brunner anmerkt. Insgesamt hätten die Leverkusener acht Bonds im Gesamtvolumen von 15 Milliarden US-Dollar platziert. Hinzu kämen fünf Milliarden Euro mittels vier neuer Anleihen. Die Nachfrage sei trotz großer Stückelungen von 200.000 US-Dollar und 100.000 Euro ausgesprochen stark ausgefallen.

von: Iris Merker
22. Juni 2018, © Deutsche Börse AG
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