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07.09.2018 13:45:19
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Börse Frankfurt News

Anleihen: Viele Sorgen, kaum Bewegung



Trotz steigender Unsicherheiten verharren die Renditen für Bundesanleihen im Seitwärtsband. Die Nervosität um hohe neue Schulden der populistischen Regierung in Rom legte sich zuletzt etwas.
7. September 2018. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Während die europäischen Aktienmärkte infolge zunehmender wirtschaftlicher und politischer Risiken unter Druck sind, präsentiert sich der Anleihemarkt vergleichsweise stabil. Zehnjährige Bundesanleihen rentieren mit 0,37 Prozent nach 0,34 Prozent vor einer Woche. Der Euro-Bund-Future als wichtiges Rentenbarometer liegt am heutigen Freitag bei 160,25 nach 163,27 Punkten vor einer Woche - vor allem allerdings wegen des Rollover in den Dezember-Kontrakt.

Dass sich die italienische Regierung zu den von der EU vorgegebenen Haushaltszielen bekannt hat, kam gut an. Matteo Salvini, italienischer Vizepremierminister und Lega-Chef, erklärte am Mittwoch, der Haushalt für das Jahr 2019 solle die Vorgaben der EU erfüllen. Die Rendite für zehnjährige italienische Staatsanleihen fiel am Mittwoch wieder unter die 3 Prozent-Marke, aktuell liegt sie bei genau 3 Prozent.

Unterdessen zieht die Währungskrise in den Schwellenländern immer weitere Kreise. Nach der Türkei und Argentinien sind nun auch Länder wie Indien, Südafrika, Indonesien und Brasilien betroffen, deren Währungen haben kräftig verloren. "Am Devisenmarkt - insbesondere bei den Emerging Markets - sind tiefschwarze Wolken die ständigen Wegbegleiter, und die weiteren Aussichten sind derzeit nicht die allerbesten", kommentiert Klaus Stopp von der Baader Bank. Er meldet rege Umsätze in Bonds in türkischen Lira, südafrikanischen Rand und russischen Rubel.



HEADLINE
 

Angesichts der Fortschritte in den Gesprächen zwischen IWF und Argentinien sowie Maßnahmen von Präsident Mauricio Macri zur Eindämmung der Krise im Land haben sich Argentinien-Anleihen in dieser Woche allerdings wieder deutlich erholt, wie Gregor Daniel von der Walter Ludwig Wertpapierhandelsbank berichtet. Der mit 7,82 Prozent verzinste Bond des Landes (WKN A0VTZV) mit Fälligkeit 2033 stieg von 75 Prozent vergangene Woche auf aktuell 86 Prozent, die bis 2025 laufende Anleihe (WKN A19GPQ) der Provinz Neuquen mit Kupon von 7,5 Prozent von 66 auf 75,5 Prozent. Ebenfalls zulegen konnte der bis 2038 laufende Bond mit Kupon von 2,26 Prozent (WKN A0VTZ1).

DanielDaniel
 
Schnäppchenjäger bei Lira-Anleihen
 

Etwas stabilisiert hat sich die türkische Lira, allerdings kaum oberhalb des Rekordtiefs zu US-Dollar und Euro. Daniel zufolge sind Papiere solider Schuldner wie KfW oder EIB in türkischen Lira durchaus gesucht, aber ausverkauft, etwa die bis März 2019 laufende Anleihe der EIB mit Kupon von 10,5 Prozent (WKN A1ATAK). Auch Brunner meldet Käufe auf dem niedrigen Niveau. "So mancher setzt auf eine Gegenbewegung." Dabei könne von Entwarnung keine Rede sein. "Die Inflation ist im August auf 18 Prozent gestiegen."

BrunnerBrunner
 

Leitzinspfad scheint zementiert

Am kommenden Donnerstag steht die nächste EZB-Sitzung an, große Neuigkeiten werden nicht erwartet. "Der EZB-Rat dürfte formal beschließen, seine Nettoanleihekäufe wie im Juni avisiert zum Jahresende einzustellen", erklärt Michael Schubert von der Commerzbank. Zudem werde die Notenbank weiter in Aussicht stellen, dass die Leitzinsen mindestens über den Sommer 2019 auf ihrem aktuellen Niveau bleiben werden.

Was die USA angeht, wird mit Spannung auf die am heutigen Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten gewartet. Von denen - und vor allem der Lohnentwicklung - wird Auskunft über die weitere Geldpolitik erhofft. Eine Zinserhöhung am 26. September gilt als fast sicher, darüber hinaus rechnen die meisten Analysten mit einem weiteren Zinsschritt in diesem Jahr.

Hybridanleihen geben nach

Unter Abgabedruck gerieten in dieser Woche Nachranganleihen der Nord/LB (WKN NLB1DD), wie Brunner berichtet. Die Bank braucht dringend frisches Kapital, auch der Einstieg privater Investoren ist ein Thema. Sehr gut an kommt dem Händler zufolge hingegen die Anleihe der Lang & Cie. Real Estate Beteiligungsgesellschaft (WKN A2NB8U), die vorrübergehend bei über 103 Prozent notierte. "Mit einem Kupon von 5,375 Prozent und fünf Jahren Laufzeit ist die Anleihe für etwas risikofreudigere Anleger sehr attraktiv", meint Brunner. Viele hätten auch gute Erfahrung mit der Vorgängeranleihe gemacht. "Und bei dem aktuellen Kurs von 102,81 Prozent liegt die Rendite immer noch bei 4,732 Prozent."

Neue Anleihen in kleinanlegerfreundlicher Stückelung sind in dieser Woche rar. Brunner berichtet von einem neuen BMW-Bond in britischen Pfund mit Laufzeit bis September 2023 und Kupon von 1,875 Prozent (ISIN XS1878191482). Hier liegt die Mindestanlagesumme bei 1.000 Pfund.

von: Anna-Maria Borse
7. September 2018, © Deutsche Börse AG
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