15.07.21 14:21:17

Fonds: „Der Zeitgeist ist grün“

Anleger erkennen Potenzial in Technologiewerten, nachhaltig ausgerichteten Unternehmen und Aktien von Firmen mit Schwerpunkt auf zukunftsträchtige Rohstoffe.


15. Juli 2021. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Es geht auf die Feriensaison zu. Das macht sich den Spezialisten im Fonds-Geschäft zufolge in den vergangenen Wochen bemerkbar. „Insgesamt ist es etwas ruhiger geworden“, beschreibt Ivo Orlemann von der ICF Bank. „Dennoch haben wir streckenweise ganz gut zu tun.“ Grundsätzlich sei die Euphorie vor dem Hintergrund gut gelaufener Aktienmärkte etwas verblasst. Dem deutschen Aktienindex fehlten nach dem neuen Rekord zu Beginn der Woche die Anschlusskäufe. Am US-Markt belasteten in den vergangenen Tagen die überraschend hohen Inflationszahlen.

Lust auf Technologiewerte

Dem Nasdaq 100 gelang erstmals der Sprung über die 15.000 Punkte-Marke. Auf Monatssicht gewann der Index von 14.030 auf 14.900 Punkte hinzu. Das entspricht einem Plus von 6,2 Prozent. In dieser Gemengelage positionierten sich Anleger unterm Strich in Portfolios mit Technologieaktien. Ganz vorn sieht Orlemann den beliebten Fidelity Funds - Global Technology (<LU0346389348>), gefolgt vom BlackRock Global Funds - World Technology Fund (LU0171310443) und dem DWS Technology (DE0008474149).

Nachhaltig Gewinne erzielen

Investieren in Unternehmen, die sich ökologischen, ethischen und sozialen Aspekten stellen, entspricht Orlemann zufolge dem Zeitgeist. Daher zählten Produkte mit Nachhaltigkeitsfaktor einmal mehr zu den Bestsellern. Besonders gut an käme die Serie von ÖkoWorld mit den Schwerpunkten Water Life (LU0332822492) und Klima (WKN A0MX8G). Ebenso legten sich Investoren den Swisscanto Equity Fund Sustainable (LU0161535835) und Nordea 1 - Global Climate and Environment Fund (LU0348926287) überwiegend ins Depot. Letzterer fokussiert sich auf Unternehmen, die voraussichtlich von künftigen Entwicklungen in Verbindung mit Umweltproblemen und deren Lösung profitieren.

Ivo Orlemann

Orlemann

Zukunftsträchtige Rohstoffe gefragt

Anja Deisenroth-Boström berichtet über durchschnittliche Aktivität im Fondshandel und ein insgesamt ausgeglichenes Verhältnis von Käufen und Verkäufen. An international ausgerichteten Produkten wie dem UniGlobal (DE0008491051) und GLS Bank Aktienfonds (DE000A1W2CK8) fänden Investoren zumeist Gefallen. Überwiegend abgegeben worden sei der Morgan Stanley Investment Funds - Global Opportunity Fund (LU0552385295). Mit Blick auf Europa und Deutschland sieht die Baader Bank-Händlerin tendenziell Zuflüsse zum Comgest Growth Europe (<IE0004766675>) und Abflüsse aus dem DWS Deutschland (DE0008490962) und cominvest Fondak P (DE0008471012). Beliebt sei der Structured Solutions - Next Generation Resources Fund Fonds (<LU0470205575>), der unter anderem weltweit auf Unternehmen setzt, deren Geschäft die Gewinnung, Verarbeitung oder Vermarktung so genannter „Next Generation Rohstoffen“ wie Lithium, Kobalt oder Grafit ist. Diese werden beispielsweise für Elektrofahrzeuge benötigt. Hinzu kämen Firmen, die mit vielversprechenden traditionellen Rohstoffen ihr Geschäft betreiben.

Neue Regeln aus Peking bremsen

Fehlende Impulse macht Andreas Kehnen von der Baader Bank für das mangelnde Interesse an Aktienfonds mit asiatischen Werten verantwortlich. In Summe gesucht sei der JPMorgan Funds - Pacific Equity Fund (LU0217390573) während Kehnen den in US-Dollar geführten UBS Equity Fund - China Opportunity Fonds (<LU0067412154>) und den UBS Greater China (LU0072913022) auf der Verliererseite sieht. Die chinesischen Indizes befänden sich derzeit im „Niemandsland“. Zudem könne sich Kehnen vorstellen, dass die Zurückhaltung im Zusammenhang steht mit der Ankündigung Pekings, künftig Offshore-Börsengänge chinesischer Unternehmen genauer unter die Lupe nehmen zu wollen. die Auswirkungen seien noch unklar

von Iris Merker
15. Juli 2021, © Deutsche Börse AG

News ►

UhrzeitTitel

Anzeige