Sentimentindikator der Börse Frankfurt

Marktstimmung

Kleine Skulptur von Bär und Bulle auf der Galerie

Meinungen machen Märkte: Die Börse Frankfurt erhebt jeden Mittwoch die Markterwartungen aktiver Investoren und lässt die Ergebnisse unter Beachtung von Erkenntnissen aus der verhaltensorientierten Kapitalmarktanalyse, der Behavioral Finance, interpretieren. Die Analyse wird hier gegen 16 Uhr veröffentlicht.

Analyse vom 20. Oktober: Marktstimmung: "Kapitulation der Skeptiker"

Joachim Goldberg
Joachim Goldberg

"Angst-freie Investoren" konstatiert Joachim Goldberg zum Ergebnis der heutige Stimmungsumfrage. Diesseits und jenseits des Atlantiks. Scheinbar würden die Risiken neu bewertet. Auch ohne günstige Einstiegsgelegenheit im Wochenverlauf, in dem der DAX um 300 Punkte gestiegen ist, haben 12 Prozent der Profis und 7 Prozent der Privatanleger*innen Aktien gekauft und 16 Prozent, bzw. 12 Prozent ihre Short-Engagements geschlossen. Darunter einige "Dauerbären", vermutet der Verhaltensökonom. Die beiden Sentiment-Indizes sind auf 30 bzw. 31 Punkte gesprungen.

Goldberg konkretisiert, dass der Optimismus in der relativen Sechs-Monats-Betrachtung auf ein Allzeithoch seit Erhebungsbeginn in 2002 gestiegen ist. Das bedeute eine große Belastung für den Markt, die Marktstimmung funktioniere als Kontraindikator. Es fehlten nach unten potentielle Käufer als Stütze und nach oben könne man mit zügigen Gewinnmitnahmen rechen. Einzug aus dem Ausland könne Nachfrage bestehen.

Ihre Meinung zählt: Markterwartungen von Investoren

Alle interessierten Anleger sind aufgerufen mitzumachen. Es dauert nur 15 Sekunden. Sie bekommen jeden Dienstag eine E-Mail mit einem Umfrage-Link. Die Ergebnisse der Analyse erhalten Sie per E-Mail zugesandt.

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Methode

Xetra-Händler vor Monitoren

Anleger mit bullishen Erwartungen sind long, Anleger mit bearishen short. Insbesondere aus den Veränderungen lassen sich Einstandspreise und Schieflagen ableiten. Häufig funktioniert der Sentiment-Index als Kontraindikator, da die potentielle Nachfrage fehlt, dies passt aber nicht in jeder Marktlage.

Joachim Goldberg

Seit mehr als 30 Jahren beschäftigt sich Joachim Goldberg mit dem Zusammenspiel von Menschen und Märkten. Aber erst mit der Entdeckung der psychologischen Einflüsse auf die Finanzmärkte meint der studierte Bankfachwirt und frühere Devisenhändler dem, was die Welt der Finanzen antreibt und bewegt, nahe gekommen zu sein.