Einsteiger wie erfahrene Anleger – für jede oder jeden das passende Zertifikat

Privaten Anlegern und Anlegerinnen steht eine große Bandbreite an Wertpapierarten für die eigene finanzielle Absicherung über die Börse zur Auswahl – seien es Aktien, Exchange Traded Funds (kurz: ETFs) oder eben Zertifikate. Ähnlich wie mit ETFs können Anleger mit Zertifikaten passiv in Einzelwerte, Rohstoffe oder andere Märkte investieren.  

Welche Vorteile bieten Zertifikate?

  • Mit Zertifikaten ist es nicht nur möglich, auf steigende oder fallende Märkte zu setzen, sondern auch auf alle Nuancen dazwischen – ähnlich wie ein Lautsprecherregler.  
  • Die Möglichkeit, an jeder Markterwartung zu partizipieren, erlaubt es Anlegern, ganz flexibel und schnell auf aktuelle Marktsituationen zu reagieren.  
  • Die große Vielfalt an Zertifikaten ermöglicht auch, in Nischenmärkte, wie z.B. Kryptowährungen, zu investieren. 
  • Und zu guter Letzt: viele der Produkttypen, z.B. Discount-Zertifikate, sind deutlich verständlicher als Anleger erwarten.

Vom börslichen Handel profitieren

Anleger können Zertifikate und Hebelprodukte außerbörslich handeln oder über die Börse. Letzteres ist mit vielen Vorteilen verbunden, einer davon ist der Service der Spezialisten.

Spezialisten überwachen die Ausführung der Kauf- und Verkaufsaufträge. Sie stehen in direktem Kontakt mit den Emittenten und fragen beispielsweise Preise ab, wenn Anleger höhere Ordervolumina als die momentan quotierten kaufen oder verkaufen möchten.

Die Spezialisten stellen sicher, dass kontinuierlich Kurse bereitstehen und daher jederzeit handelbar sind. Sie überwachen die Kursbereitstellung und führen Plausibilitätskontrollen durch.

Bei eingehenden Orders überprüfen sie in Sekundenschnelle, ob passende Gegenorders anderer Anleger vorliegen (und damit zu einem besseren Preis ausgeführt werden kann) oder ob zum bereitgestellten Kauf- und Verkaufskurs des Emittenten ausgeführt wird. Anleger können sich also drauf verlassen, an der Börse immer den besten Preis zu bekommen.

Zertifikate sind kostengünstiger als Sie glauben.

Viele Anleger wissen mittlerweile, dass ETFs wenig kosten. Was viele aber nicht wissen: auch Zertifikate sind vergleichsweise günstig.

Laut einer im Jahr 2017 veröffentlichten Studie des Deutschen Derivate Verbands übersteigen die jährlichen Gesamtkosten der Anlage in Zertifikaten die 1-Prozent-Marke in der Regel nur knapp. Darin enthalten ist die erwartete Emittentenmarge, die sich wiederum aus den Komponenten Strukturierung des Produktes, dem Market Making, der Abwicklung und dem Gewinn des Emittenten zusammensetzt. Des Weiteren sind in den Gesamtkosten die Absicherungskosten inkludiert. Oftmals wird hierfür die erwartete Dividende genutzt. Denn einige Zertifikatetypen sind mit zusätzlichen Rendite- oder Sicherungskomponenten ausgestattet, wie beispielweise das Bonus-Zertifikat. Ebenfalls in den Gesamtkostenblock eingerechnet sind die Vertriebsprovisionen und die Ausgabeaufschläge, die die Leistungen der Vertriebseinheiten und der Anlageberatung darstellen. 

Zertifikate sind keine Wetten der Banken gegenüber dem Anleger.

Die Bank übernimmt immer eine neutrale Position und profitiert weder, wenn der Anleger einen Verlust erleidet, noch wenn er Gewinne erzielt.

Zertifikate sind strukturierte Produkte mit einem klaren Profil, das angibt, zu welchen Bedingungen welcher Ertrag zu erwarten ist. Sie werden von Banken angeboten, um Anlegern zu ermöglichen, auf unterschiedliche Märkte und Marktentwicklungen zu setzen. Dabei ist die Bank neutral und sichert sich am Kapitalmarkt ab, um zum Beispiel die zusätzlichen Sicherungs- oder Bonuskomponenten auszahlen zu können. Oftmals erhält der Anleger einen vorher festgelegten Geldbetrag oder bekommt eine Aktie übertragen, deren Wert sich am Kurswert ablesen lässt. Ein gutes Beispiel ist das Bonus-Zertifikat.

Optionsscheine können zur Absicherung eines Depots genutzt werden

Im Gegensatz zu einem Anlagezertifikat sind Optionsscheine Hebelprodukte, da mit geringem Kapitaleinsatz überproportional an den Kursbewegungen des Basiswertes partizipiert werden kann.

Optionsscheine sind keine Einsteigerprodukte und richten sich an erfahrene Anleger. Dieser Glaubensgrundsatz ist zweifelsohne richtig. Was nicht stimmt: Optionsscheine eignen sich nur zur Spekulation. Ziel der Depotabsicherung mit Optionsscheinen ist immer, das Depot vor Kursverlusten zu schützen und somit sicherzustellen, dass der Depotwert bei fallenden Märkten unverändert bleibt. In unserer Zertifikate Broschüre haben wir ein ganzes Kapitel mit einem Rechenbeispiel.

Optionsscheine bieten sich somit also nicht nur für kurzfristige Spekulationen mit hohem Risiko an, sondern auch zur Depotabsicherung.