Börsenlexikon

Open Market (Freiverkehr)

Börsenreguliertes Marktsegment, in dem neben einigen deutschen Aktien überwiegend ausländische Aktien, Anleihen und Optionsscheine gehandelt werden.

Im Open Market (Freiverkehr) an der Börse Frankfurt werden neben deutschen Aktien überwiegend ausländische Aktien, Renten deutscher und ausländischer Emittenten, Zertifikate und Optionsscheine gehandelt. Er ist am 1. Mai 1987 durch den Zusammenschluss des „Geregelten Freiverkehrs“ und des „Ungeregelten Freiverkehrs“ entstanden. Der Freiverkehr ist kein organisierter Markt i. S. v. § 2 Abs. 5 WpHG (Wertpapierhandelsgesetz). Die Basis für die Einbeziehung von Wertpapieren in den Freiverkehr bilden die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Deutsche Börse AG für den Freiverkehr. Es gibt nur wenige formale Einbeziehungsvoraussetzungen und kaum Folgepflichten für den Emittenten.

Wesentliche Einbeziehungskriterien:

  • Antrag auf Einbeziehung: Er muss eine genaue Bezeichnung des einzubeziehenden Wertpapiers und Angaben darüber enthalten, an welchem in- oder ausländischen organisierten Markt bereits Preise für dieses Wertpapier festgestellt werden. Bei Wertpapieren, die an keinem organisierten Markt gehandelt werden, muss der Antragsteller nähere Angaben über den Emittenten in Form eines Exposés vorlegen, das eine zutreffende Beurteilung ermöglicht.

  • Der Antrag auf Einbeziehung eines Emittenten muss schriftlich von einem an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassenen Marktteilnehmer gestellt werden.

  • Der Antragsteller hat die Deutsche Börse AG über wesentliche Umstände bezüglich der einbezogenen Wertpapiere bzw. der Emittenten unverzüglich und schriftlich zu informieren.

  • Publikationssprache ist Deutsch oder Englisch.

Seit Oktober 2005 wird der Freiverkehr als Open Market bezeichnet. Der Entry Standard ist ein Teilbereich des Open Market mit erhöhten Transparenzstandards.

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