Börsenlexikon

Ordergültigkeit

Zeitliche Festlegung, wann oder bis wann eine Order ausgeführt wird.

Tagesgültige (Good-for-day-Order) gelten nur für den laufenden Handelstag, an dem sie aufgegeben werden.

Datumsbezogene (Good-till-date-Order) sind bis zu einem angegebenen Datum gültig.

Unbefristete (Good-till-canceled-Order) bleiben so lange im Orderbuch, bis sie ausgeführt oder manuell annulliert werden, oder nach 360 Tagen gelöscht werden.

In Bezug auf die Gültigkeit gibt es folgende Orderzusätze: tagesgültig (Good-for-day), gültig bis zu einem bestimmten Datum (Good-for-date) oder unbefristet (Good-till-cancel). Dabei bleiben offene Order maximal 360 Tage stehen.

Ein Beispiel: Wenn Sie Ihren Auftrag für die 100 XY-Aktien noch am gleichen Handelstag ausgeführt haben wollen, geben Sie tagesgültig als Zusatz an. Kommt die Order nicht zur Ausführung, wird sie bei Handelsende gelöscht. Geben Sie eine tagesgültige Order außerhalb der Handelszeit auf, dann gilt der Zusatz für den nächsten Handelstag. Sie sollten darauf achten, ob – wie bei einigen Online-Banken und Brokern üblich – eine bestimmte Gültigkeit voreingestellt ist. Falls Sie dies übersehen, könnte Ihnen z. B. bei einem automatisch ‚tagesgültigen‘ Auftrag passieren, dass Ihre Order nicht ausgeführt wird – vor allem, wenn es sich um einen Nebenwert mit geringer Handelsaktivität handelt oder Ihr Limit sehr eng war.

Unser Börsenlexikon erläutert wichtige Finanzbegriffe und sollte keine Fragen offen lassen. Wenn Sie dennoch eine Definition vermissen, schreiben Sie uns bitte an redaktion@deutsche-boerse.com. Wir nehmen dann den Begriff nach Möglichkeit auf.