Börsenlexikon

DAX-Future

Terminkontrakt, bei dem Käufer und Verkäufer sich verpflichten, ein dem DAX-Index nachgebildetes Portfolio bei Fälligkeit zu einem festgelegten Preis zu liefern bzw. abzunehmen.

Man unterscheidet bei DAX®-Future-Kontrakten zwei Geschäftsarten: Eine Long-Position bezeichnet die Pflicht, bei Fälligkeit den vereinbarten Preis zu zahlen und das DAX-Portfolio abzunehmen; bei einer Short-Position verpflichtet man sich, das DAX-Portfolio zu liefern – im Gegenzug erhält der Lieferant den Kaufpreis. Normalerweise werden jedoch die DAX-Anteile nicht real geliefert, sondern es wird ein Barausgleich vorgenommen.

Future-Kontrakte auf DAX werden börsentäglich auf Eurex gehandelt. Der Wert eines Kontraktes entspricht dem 25fachen des aktuellen Future-Standes in Euro. Verfallstermine der Kontrakte sind jeweils der dritte Freitag im März, Juni, September und Dezember.

Der Preis eines Future-Kontraktes richtet sich nach Angebot und Nachfrage, wobei die Marktteilnehmer ihre Erwartungen über den abgezinsten Indexstand zum Verfallstermin antizipieren. Der DAX-Future notiert daher höher als der DAX-Index. Die Differenz ist normalerweise umso größer, je weiter der Verfallstermin in der Zukunft liegt. Zum Verfallstermin entsprechen sich die Stände von DAX und DAX-Future.

Anleger, die einen DAX-Future kaufen, müssen ein separates Konto mit Sicherheitsleistungen bei ihrer Bank führen (Margin-Konto). Jeder Punkt Differenz zum Kaufwert des DAX-Future wird diesem Konto mit 25 Euro belastet bzw. angerechnet. Reichen die Sicherheitsleistungen der Bank nicht mehr aus, so muss der Anleger Geld "nachschießen". Tut er dies nicht, kann die Bank den Kontrakt sofort veräußern.

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