Börsenlexikon

Euribor (Euro Interbank Offered Rate)

Durchschnittlicher Zinssatz, zu dem europäische Geschäftsbanken aneinander Geld verleihen.

„Euribor“ steht für „Euro Interbank Offered Rate“. Es ist ein international repräsentativer Euro-Geldmarktzinssatz, der unter Banken für Euro-Geldanlagen mit einer Laufzeit bis zu maximal einem Jahr gezahlt wird. Der Euribor ist ein sog. Referenzzinssatz am europäischen Geldmarkt.

Berechnet wird der Euribor täglich um 11.00 Uhr vom Informationsanbieter Telerate in Brüssel. Grundlage der Berechnung sind die Einzelzinssätze von 57 ausgewählten europäischen Banken für Ein- bis Zwölf-Monats-Anlagen, zu denen die jeweilige Bank Geld anlegen würde. Bei dieser Feststellung werden die niedrigsten und die höchsten Zinssätze nicht berücksichtigt, um einen aussagekräftigen Referenzzinssatz zu erhalten.

Der Euribor wurde am 1. Januar 1999 als neuer europäischer Referenzzinssatz eingeführt. Der Euribor ersetzt alle inländischen Referenzzinssätze der europäischen Teilnehmerstaaten (z. B. der Fibor in Deutschland) mit Ausnahme des Londoner Euro-Libor.

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